Die gefährlichsten Tiere der Welt sind nicht immer besonders groß, sie haben nur selten furchterregende Gebisse oder sind übermäßig aggressiv. Haie, Nilpferde und Krokodile töten zwar durchaus viele Menschen (zusammen etwa 1500 pro Jahr), aber eigentlich gilt: je kleiner, desto gefährlicher. Band- und Rundwürmer, Raubwanzen, Tsetsefliege und Stechmücke sind die tödlichsten Tiere der Welt.
Gefährliche Tiere wandern in den Norden
Und durch den Klimawandel kommt Getier, das früher nur in feuchtwarmen Gegenden im Süden zu Hause war, auch immer häufiger zu uns in den Norden. So wurde jüngst in der Universitätsstadt Tübingen eine Spinne der Gattung Loxosceles gesichtet. Die "Braune Violinspinne", eine Untergattung davon, kommt auf den Balearen vor – ihr Biss kann zum Absterben von Hautpartien rund um die Bissstelle führen.
Was bissige und/oder gefährliche Tiere betrifft, hat Deutschland eher Glück. Wie in Polen, Österreich und der Schweiz kommen hier nur wenige Menschen durch unglücklich verlaufende Tierbegegnungen ums Leben. Das gefährlichste Tier des Landes lebt im Wasser: Ein Stich des Petermännchens kann extrem schmerzhaft werden – wenngleich er selten tödlich endet.
In anderen beliebten Reiseregionen wie dem Mittelmeerraum verbreiten Tigermücken Krankheiten wie das Denguefieber. An den dortigen Küsten kommt auch der potenziell tödliche Hasenkopf-Kugelfisch vor.
Keine Gefahr in Skandinavien
Noch weiter südlich, in der Türkei und Zypern, heißt es: Vorsicht vor Schlangen und Spinnen. Ganz im Norden dagegen, in Skandinavien, gibt es zwar große Tiere wie Elche und Bären, giftig ist jedoch nur die auch hier vorkommende Kreuzotter. Ihr Biss ist schmerzhaft, aber meist nicht lebensgefährlich.