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Nachbau: Anstoß zwischen einer Million Lego-Steinen

Während Bayern-Fans noch auf die Eröffnung warten müssen, jubeln in der Allianz Arena in Legoland bereits mehr als 30.000 Zuschauer. Aus über einer Million Steinen wurde dort das Stadion nachgebaut.

Nach 4.209 Arbeitsstunden ist das größte Lego-Gebäude der Welt vollendet. Aus mehr als einer Million Steinen haben fünf Modelldesigner den topmodernen Münchner Fußball-Tempel Allianz Arena im Maßstab 1:50 nachgebaut. Karl-Heinz Rummenigge und Wolfgang Hauner höchstpersönlich haben das Bauwerk in der vergangenen Woche enthüllt. Ihre Vereine, der FC Bayern-München und der TSV 1860 München, werden künftig im Original ihre Heimspiele haben.

Beim Bau nach Originalplänen der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron war die beleuchtete Außenhülle mit den 2.800 Luftkissen eine besondere Herausforderung. Nicht nur weil Rundungen mit Lego-Steinen äußerst schwer zu bauen sind, sondern besonders weil mit keinem bereits existierenden Stein die farbig beleuchtete Kissenhülle des Stadions realitätsgetreu nachzubauen war. Zur Umsetzung wurde daher im dänischen Billund extra für diesen Bau ein lichtdurchlässiger Lego-Sonderstein geschaffen. Für die fantastischen Lichteffekte der Hülle in rot, blau und weiß haben die Modelldesigner und Elektriker 5.000 LEDs in die Stadionhülle eingebaut. Orte, die in der echten Arena nur Wenige zu Augen bekommen werden, sind im Lego-Bau detailgetreu zu bestaunen: die Umkleideräume der Fußballstars, die Ankunftsebene der Spielerbusse, einige VIP Lounges und der Pressebereich – nichts bleibt verborgen. Dafür sorgt ein Ausschnitt in der Hülle, der den freien Blick auf die Innenseiten der Tribüne, das Spielfeld und die Untergrundbereiche ermöglicht.

Original kurz vor der Eröffnung

Am 30. Mai eröffnen 1860 München und der 1. FC Nürnberg in einem bayrisch-fränkischen Derby das Original der Allianz-Arena in München. Einen Tag später wird das Stadion mit dem Spiel FC Bayern München gegen die deutsche Nationalmannschaft dann offiziell eingeweiht. Für beide Spiele sind schon jetzt alle 66.000 Karten verkauft. Am 9. Juni 2006 schließlich wird im Norden Münchens der Anpfiff zur WM erfolgen.

Jens Maier

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