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"Finanztest": Wenn Urlaubsträume platzen: Was taugen Reiserücktrittsversicherungen?

Wer eine gebuchte Reise nicht antreten kann, bleibt auf hohen Stornokosten sitzen. Dagegen helfen Reiserücktrittsversicherungen. Doch deren Leistungen unterschieden sich erheblich. Stiftung Warentest hat 138 Tarife untersucht.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat zum Thema Reiserücktrittsversicherungen 138 Tarife von 15 Versicherern untersucht.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat zum Thema Reiserücktrittsversicherungen 138 Tarife von 15 Versicherern untersucht.

Mit einem Schlag kann die Vorfreude auf eine Reise beendet sein: Eine plötzliche Erkrankung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Hiobsbotschaft von einem Todesfall können die Urlaubspläne durchkreuzen. Dann heißt es schnell umdisponieren. Oft fällt der Trip ins Wasser.

Dann hilft nur eines: Flüge und Unterkunft, die Pauschalreise oder Kreuzfahrt müssen abgesagt werden. Je kurzfristiger die Stornierung erfolgt, desto höher Preis. Doch wer glaubt, mit einer Reiserücktrittsversicherung auf der richtigen Seite zu sein, merkt erst im Schadensfall, ob die Police etwas taugt.

Viel häufiger als erhofft, gehen die Kunden leer aus und bekommen nichts erstattet. Denn nur die wenigsten studieren das Kleingedruckte bei Abschluss. Versicherer zahlen im Falle einer Erkrankung nur, wenn diese schwer oder unerwartet ist.

Klauseln sind nicht transparent

"Knackpunkt ist die in der Branche übliche Klausel 'unerwartet schwere Erkrankung' in den Versicherungsbedingungen", heißt es in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest". Der Experten der Stiftung Warentest haben Reiserücktrittsversicherungen untersucht und 138 Tarife von 15 Versicherern verglichen: Ihr Fazit: Keine Versicherung schneidet sehr gut ab. Fünf Tarife sind sogar mangelhaft.


In allen Kategorien - Einzelpersonen und Familien mit Verträgen für eine Reise oder Jahresverträge - schneidet Travel Secure/Würzburger mit Bestnoten ab. Deren Tarife verlangen keine Selbstbeteiligung, die bei anderen Versicherern mit bis zu 20 Prozent ins Geld gehen kann. Auch weisen die Finanztester darauf hin, die genaue Reisedauer zu prüfen, weil eine bestimmte Anzahl von Tagen überschritten werden darf.

Manch einer glaubt, mit der Kreditkarte gut abgesichert zu sein. Doch greift die bei manchen Karten miteingeschlossene Reiserücktrittsversicherung nur, wenn der gesamte Reisepreis damit bezahlt wurde.

Zur Vorsicht rät die Stiftung Warentest auch bei Reiseportalen im Internet, die bei der Buchung eine solche Police anbieten. Kunden von "Ab-in-den-urlaub.de" oder "opodo.de" merken oft nicht, dass sie eine Jahresversicherung abschließen, die sich automatisch verlängert.

Den vollständigen Beitrag "Reiser­ücktritts­versicherung: Gute Policen für Reiser­ücktritt und -abbruch" finden Sie in der "Finanztest"-Ausgabe 3/2018 oder gegen Gebühr auf test.de.

+++ Lesen Sie auch: "Flug unpünktlich? Entschädigung gibt es ab drei Stunden Verspätung" +++

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tib

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.