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Passagierrechte: Wer seinen Flug storniert, sollte Steuern und Gebühren zurückfordern

Früh zu einem günstigen Tarif gebucht - und dann doch nicht geflogen. Flugstornierung ist meist ein Verlustgeschäft. Die Stiftung Warentest gibt Tipps, wie Sie dennoch zu einem Teil Ihres Geldes kommen.

Auch wenn die Billigflieger bocken: Wer einen Flug nicht antritt, kann aber auf jeden Fall Steuern und Gebühren zurück­fordern.

Auch wenn die Billigflieger bocken: Wer einen Flug nicht antritt, kann aber auf jeden Fall Steuern und Gebühren zurück­fordern.

DPA

Früher Vogel fängt den Wurm - dieses Sprichwort gilt auch für den Kauf von Flugtickets im Internet. Aber wenn der Abflug kurz bevorsteht, kommt plötzlich etwas dazwischen. Aus gesundheitlichen oder anderen Gründen kann man den Flug anders als zuvor geplant nicht antreten.

Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird dann meist ein teurer Spaß. Denn trotz einer Stornierung rücken Fluggesellschaften nur in den seltensten Fällen einen Teil des Flugpreises heraus. Wer kein teures Flugticket mit einem flexiblen Tarif zum Umbuchen erworben hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Einen Anspruch auf Erstattung der gezahlten Steuern und Gebühren hat man aber auf jeden Fall: "Diese Positionen muss eine Airline erstatten, weil sie die Beträge im Stornofall und bei Nichtantritt gar nicht abführt", heißt es in der neusten Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest".

Zwar gab es einzelne Fälle, in denen Kunden bis zu 100 Prozent des Ticketpreises erstattet bekamen, aber ein Urteil des Bundesgerichtshofes (AZ X ZR 25/17) hat kürzlich für Klarheit gesorgt. Laut der Rechtsprechung des BGH können Kunden der Lufthansa mit einem "nicht stornierbaren Ticket" nur einen Teil der Flugscheinkosten zurückverlangen.

Hartnäckig bleiben bei Billigfliegern

Wie das in der Praxis funktioniert, hängt sehr von der Airline ab. "Bei den Fluggesell­schaften Lufthansa und Eurowings klappt die Erstattung meist reibungslos", schreiben die Experten von der Stiftung Warentest.

Viel schwieriger sieht der Umgang bei diesem Thema mit Billigfliegern aus. Easyjet schließt im Kleingedruckten der Geschäftsbedingungen sogar eine Erstattung gänzlich aus. Ryanair und die ungarische Wizz Air wiesen laut "Finanztest" in ihren Buchungsunterlagen keine Aufschlüsselung des Flugpreises sowie der Steuern und Gebühren aus. Damit verstoßen sie klar gegen das Transparenzgebot.

Bei den Iren wird nur der Gesamtpreis des Tickets genannt: "Wer nicht genau weiß, wie viel Steuern und Gebühren er gezahlt hat, weiß auch nicht, was er zurückfordern soll", urteilen die Berliner Finanz-Spezialisten.

Wichtig ist deshalb zu wissen: Steuern und Gebühren für Flüge können bis zu drei Jahre zurückverlangt werden - also bis Ende 2018 rückwirkend für stornierte Flüge bis aus dem Jahr 2015. Für die Ansprüche kann auf einen Musterbrief der Verbraucherzentrale zurückgegriffen werden.

Den vollständigen Artikel zum Thema Flugstorno von Finanztest bekommen Sie auf www.test.de.

Sichere und gefährliche Reiseländer

tib

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.