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Streit um Therapie-Begleittier: Sie wollte unbedingt mit ihrem Eichhörnchen fliegen - Rollstuhlfahrerin muss Flugzeug verlassen

Eine Rollstuhlfahrerin wollte in Orlando ein Therapie-Begleittier mit ins Flugzeug nehmen: ein Eichhörnchen. Als die Airline der Frau den Flug verweigerte, protestierte sie. Zum Ärger aller mitreisenden Passagiere.

Als "Therapie-Begleittiere" kommen normalerweise Hunde oder Katzen in Frage - nicht aber Eichhörchen

Als "Therapie-Begleittiere" kommen normalerweise Hunde oder Katzen in Frage - nicht aber Eichhörchen

DPA

In Deutschland wäre ein solches Geschehen wohl unvorstellbar – nicht aber in den USA: Eine Rollstuhlfahrerin wollte am Flughafen in Orlando nicht ohne ihr "Therapie-Begleittier" ins Flugzeug steigen. Es sollte auf dem nach Cleveland ihre Nervosität senken. Normalerweise ist so ein vierbeiniger Begleiter ein Hund oder eine Katze. Als die Mitarbeiter von Frontier Airlines herausfanden, dass es sich hier jedoch um ein Eichhörnchen handelt, verweigerten sie der Frau den Flug.

Die Airline teilte dem TV-Sender WFTV mit, dass die Frau zwar ein Begleittier am Check-in angemeldet habe, dabei habe sie jedoch nicht erwähnt, dass es sich um ein Eichhörnchen handelt. Die Mitnahme von Nagetieren sei am Board nicht zulässig. 

Frau wollte das Flugzeug nicht verlassen

In einem TV-Interview sagte die Rollstuhlfahrerin, die Airline hätte sie gebeten, das Flugzeug wieder zu verlassen – oder sie müsste das Boarding aller Passagiere rückgängig machen. Daraufhin habe sie erwidert: "Ok, machen Sie das Boarding rückgängig, aber ich werde nicht ohne mein Eichhörnchen fliegen!" Sie blieb so hartnäckig, dass die Polizei anrücken musste.

Die Beamten transportierten die Rollstuhlfahrerin samt Eichhörnchen schließlich aus dem . Auf Twitter kursiert ein Video des Moments, als die Polizei mit der Frau das Gate erreicht. Es zeigt applaudierende Menschen, die wohl wegen der Aktion längere Zeit warten mussten und deshalb verärgert waren. Diesen Mitreisenden präsentierte die Rollstuhlfahrerin unfein ihren Mittelfinger beim Verlassen des Gates. 

Die Airline stornierte das Flugticket der Frau und gab ihr das Geld dafür zurück. Die Betroffene gab sich damit allerdings nicht zufrieden. Sie will die Airline verklagen. 

Airlines verbieten Exoten und Wildtiere als Begleittiere

Weil offenbar immer mehr Menschen außergewöhnliche Tiere als Therapie-Begleittiere besitzen, untersagen viele Airlines inzwischen die Mitnahme von Tieren, die keine gewöhnlichen "Haustiere" sind. Frontlier Airlines, das Flugunternehmen mit dem die Rollstuhlfahrerin reisen wollte, verbietet die Mitnahme von exotischen Tieren, Vögeln, Nagetieren, Reptilien, Igeln und Kaninchen.

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ky

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