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Urlaub während Pandemie Paar auf Sylt mit Corona infiziert: 261 Menschen müssen in Quarantäne

Urlauber gehen mit ihren Koffern durch die Fußgängerzone in Richtung Bahnhof
Ein Urlauberpaar wurde nach der Rückkehr positiv getestet – Hunderte Menschen mussten in Quarantäne
© Daniel Reinhardt / DPA
Dank sinkender Coronazahlen können wir langsam wieder ans Reisen denken. Doch Urlauber:innen bringen auch das Virus mit. Das mussten die Menschen auf Sylt jetzt schmerzlich erfahren.

Dieser Text erschien zuerst bei brigitte.de.

Mit sinkenden Inzidenzwerten und steigender Impfquote wächst die Urlaubseuphorie: Immer mehr Regionen öffnen Hotels und Restaurants, das Ausland hebt nach und nach seine Einreisebeschränkungen auf, und wir stehen sowieso schon längst in den Startlöchern, um endlich mal wieder einen Tapetenwechsel zu buchen.

Doch wie jetzt das Beispiel Sylt zeigt, ist die Lage äußerst fragil, denn Reisende bringen nicht nur lange entbehrte Einnahmen mit sich, sondern potenziell auch das Coronavirus.

261 Menschen in Quarantäne

Als Modellregion lässt Sylt bereits seit dem 1. Mai wieder Urlauber:innen auf die Insel. Wie der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag jetzt berichtet, sind in den vergangenen Tagen bereits einige positive Coronafälle auf der Insel festgestellt worden. Nicht nur ein größerer Einzelhandelsbetrieb musste geschlossen werden, auch ein Urlauberpaar wurde nach seiner Rückkehr positiv getestet. Die Folge: 261 Menschen mussten in Quarantäne.

Gäste, Kund:innen und Mitarbeiter:innen betroffen

Schon am Mittwoch vergangener Woche wurde beim Gesundheitsamt bekannt, dass das Ehepaar, das Urlaub auf Sylt gemacht hatte, zu Hause via PCR-Test positiv getestet wurde. "Im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung ermittelte das dortige Gesundheitsamt, dass die beiden auf der Insel mehrere Gastronomiebetriebe besucht hatten, und informierte unser Gesundheitsamt darüber“, wird Hans-Martin Slopianka, Sprecher des Kreises Nordfriesland, zitiert.

Daraufhin war mit allen Betrieben Kontakt aufgenommen und in vier Restaurants und einem Dienstleistungsbetrieb seien insgesamt 261 mögliche Kontaktpersonen identifiziert worden. Alle mussten in Quarantäne. Betroffen sind Mitarbeiter:innen, Gäste und Kund:innen.

Quelle: shz


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