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BMW-WILLIAMS: »Wir werden uns nicht die Augen auskratzen«

Ralf Schumacher hat ausgeschlossen, dass es zwischen ihm und seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya öffentlich zu großem Knatsch kommen könnte.

Ralf Schumacher hat ausgeschlossen, dass es zwischen ihm und seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya öffentlich zu großem Knatsch kommen könnte. »Ich weiß schon, dass die Leute nur darauf warten, dass wir uns die Augen auskratzen und öffentlich beschimpfen. Aber damit kann ich nicht dienen«, sagte der Williams- BMW-Pilot aus Kerpen in einem Interview mit dem Fachmagazin »auto motor und sport Formel-1-Extra 2002«.

»Es gibt da keine versteckten Spielchen«

Privat seien er und der Kolumbianer »keine Freunde«. Aber bezüglich der Zusammenarbeit an der Rennstrecke sei Montoya einer seiner bislang besten Teamkollegen. »Absolut offen und ehrlich. Wir kommen uns nie ins Gehege«, sagte Schumacher. Wenn einer im Training auf einer schnellen Runde sei, mache der andere immer Platz. »Es gibt da keine versteckten Spielchen.« Der 26 Jahre alte Rheinländer bezeichnete Montoya als Spitzenfahrer: »Er riskiert bei weitem mehr als ich.« Er selbst überhole mit weniger Risiko.

Der Bruder bleibt die Nummer 1

Sein Bruder Michael ist für Ralf Schumacher immer noch die Nummer 1. Den vierfachen Weltmeister zu schlagen halte er »im Moment für sehr schwierig, wenn man davon ausgeht, wie die letzte Saison aufgehört hat«. Der Ferrari-Star hatte 2001 die WM mit Rekordpunktzahl und Rekordvorsprung gewonnen. Ralf Schumacher nannte es als »realistisches Ziel«, dass sich Williams-BMW erneut verbessere. »Das würde Platz zwei in der Konstrukteurs-WM bedeuten.«

Im Vergleich mit McLaren-Mercedes, das in diesem Jahr ebenfalls mit Michelin-Reifen fährt, sieht »Schumi I«» nur einen Vorteil. Williams-BMW trete erneut mit den gleichen Piloten an. Bei den Silberpfeilen ersetzt der junge Finne Kimi Räikkönen seinen pausierenden Landsmann und zweifachen Champion Mika Häkkinen. «Die Fahrerwahl birgt sicher ein gewisses Risiko», meinte Schumacher.

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