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Formel 1: Ferrari heult Schumi hinterher

Formel-1-Rentner Michael Schumacher soll Teamchef bei Ferrari werden. "Ich wäre ja froh, wenn er zu mir käme und sagen würde: Rennleiter ist der nächste Schritt in meiner Karriere", sagte Ferrari-Generaldirektor Jean Todt dem Magazin "auto, motor und sport".

Doch Todt rechnet nicht damit, dass Schumacher wenige Monate nach seinem Rücktritt schon wieder in den Formel-1-Zirkus einsteigen will. "Michael war ein außergewöhnlicher Rennfahrer mit einer unerreichten Zahl an Titeln und Siegen. Wenn er zurücktritt, dann aus guten Gründen", sagte Todt, der als Vater der Ferrari-Erfolge von Schumacher gilt.

Schumi testet Straßenautos

"Wer so viel Erfolg hatte, der muss nicht nur begabt, sondern auch intelligent sein. Michael ist zu intelligent, um jetzt bereits auf eine zukünftige Position bei Ferrari hinzuarbeiten. Er wollte seinem Leben eine andere Richtung geben, andere Dinge tun und mehr Zeit für sich haben. Er will sich nicht schon wieder einem Druck aussetzen. Da hätte er ja seine Rennkarriere gleich fortsetzen können. Wir hätten liebend gerne seinen Vertrag verlängert", sagte Todt.

"Michael ist ein Mitglied der Ferrari-Familie. Wir haben ihm vorgeschlagen, als Berater Teil der Firma zu bleiben. Er weiß soviel über Autos, nicht nur Rennautos, dass wir seine Erfahrung nutzen wollen. Erst kürzlich hat er wieder eines unserer neuen Straßenautos getestet." Auch bei den Testfahrten des Teams war Schumacher in diesem Jahr schon dabei. Dass Schumacher in seiner letzten Saison nicht den achten Weltmeister-Titel gewinnen konnte, lag nach Einschätzung von Todt eindeutig am Auto: "Wir haben die WM 2006 verloren, weil das Auto nicht standfest genug war."

DPA

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