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FORMEL 1: Schau auf die Strecke, Ralf!

High-Tech könnte Ralf Schumacher in der nächsten Saison zu Hilfe kommen. Schumi II bekommt Informationen direkt in den Helm geliefert und kann sich so besser aufs Fahren konzentrieren.

Drehzahlmesser, Differenzial, Bremskraftverteilung und Startkontrolle - neben der Strecke muss ein Formel-1-Pilot unzählige Knöpfe und Schalter im Auge behalten. Das Lenkrad eines solchen Rennwagens gleicht aus diesem Grund einem pubertären Pickelgesicht. Erleichterung könnte ein Gerät bringen, das BMW ab der nächsten Saison im Helm von Ralf Schumacher unterbringen möchte.

Zukunfts-Technologie

In dem High-Tech-Kopfschutz ist ein so genanntes »Head-up-Display« verbaut, das wichtige Informationen auf das Visier des Helmes projizieren kann. Ein ähnliches System wird schon lange in modernen Kampflugzeugen verbaut, um die Piloten mit den wichtigsten Daten zu versorgen. Entwickelt wurde das System von Spezialisten im amerikanischen Silicon Valley, die für BMW an Zukunfts-Technologien arbeiten.

Der Blick durch die Information

Das eigentliche Display sitzt im Kinnschutz von Ralf Schumachers Helm und ist nur 6x8 Millimeter groß. Bei Bedarf erzeugt das System ein ungefähr zigarettenschachtelgroßes Informationsfeld im Sichtfeld des Fahrers. Die Besonderheit: Der Fahrer blickt dabei nicht auf die Informationen, sondern durch sie hindurch. Der Blick des Fahrer bleibt auf die Straße gerichtet, während er mit Informationen versorgt wird.

Vielfältige Einsatzmöglichkeit

Die Einsatzmöglichkeiten für so ein System sind scheinbar unbegrenzt. Neben Informationen von der Boxen-Mannschaft (Öl auf der Strecke, Gelbe Flaggen, usw...) könnten einige Motordaten auch direkt an den Fahrer geschickt werden. Alle jene, die bisher nur vom Lenkrad abzulesen waren. Theoretisch könnte Ralf so aber auch eine SMS von seiner Frau empfangen (»Fahr nicht so schnell, mein Schatz!«)

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