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Reifenkrieg: Ferrari-Boss droht mit Rückzug

Der Reifenkrieg in der Formel 1 erreicht einen neuen Höhepunkt. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo drohte in einem Interview indirekt mit dem Rückzug seines Teams aus der Formel 1.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat wegen des Reifenkonflikts unverhohlen mit einem Rückzug des italienischen Teams um Weltmeister Michael Schumacher aus der Formel 1 gedroht. "Wir denken nicht daran, die Formel 1 zu verlassen. Aber wir sind auch nicht gezwungen, dabei zu bleiben", sagte di Montezemolo dem italienischen Fachblatt "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag. "Das hängt von der Zukunft ab." Er wolle sich zu diesem technischen Problem nicht detailliert äußern, da dies bereits Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn getan habe. "Ich möchte nicht, dass dies zu einer politischen Frage wird", sagte di Montezemolo.

Nach dem Großen Preis von Ungarn hatte Ferrari die Breite der Michelin-Reifen bemängelt, mit denen unter anderem Williams-BMW und McLaren-Mercedes, seine schärfsten Konkurrenten im Titelrennen, fahren. Laut Reglement des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) sind 270 Millimeter zulässig.

DPA

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