VG-Wort Pixel

2. Bundesliga Aue kann auch Braunschweig nicht schlagen


Erzgebirge Aue bleibt weiter in akuter Abstiegsgefahr. Nach einem 1:1 im heimischen Erzgebirgsstadion gegen Eintracht Braunschweig forderten ungeduldige Fans die Entlassung von Trainer Rico Schmitt. Der konnte sich wiederum bei Schiedsrichter Daniel Siebert bedanken, der kurz vor Schluss einen falschen Abseitspfiff gegen die Eintracht tätigte.

Nach dem 1:1 gegen Eintracht Braunschweig im Montagsspiel der 2. Liga wartet Erzgebirge Aue weiter auf den ersten Sieg seit November und den ersten Heimsieg seit September 2011. Jan Hochscheidts frühes Führungstor reichte den Veilchen nicht zum Sieg, weil Norman Theuerkauf mit einem Freistoß noch vor der Pause ausglich.

Es hätte aber noch viel schlimmer kommen können, denn Dominick Kumbela lief drei Minuten vor Spielende frei auf Aues Keeper Martin Männel zu, wurde aber irrtümlich wegen einer Abseitsstellung von Schiedsrichter Daniel Siebert zurückgepfiffen. 

Aues Trainer Rico Schmitt steht bereits seit Längerem in der Kritik und musste "Schmitt raus"-Transparente unter den 6.200 Zuschauern entdecken. Aue hatte mit drei Änderungen in der Formation auf die Negativserie der vergangenen Wochen reagiert. Mit Aggressivität und Leidenschaft übernahmen die Sachsen sofort die Initiative. Nicht zufällig fiel der frühe Führungstreffer, den Winterneuzugang Halil Savran, der von Union Berlin gekommen war, mustergültig vorbereitet hatte. Hochscheidt traf in der siebten Minute zu seinem fünften Saisontreffer.

Theuerkaufs Traumtor zum Ausgleich

In der Folgezeit verpassten es die Gastgeber, aus zahlreichen guten Ansätzen zwingende Chancen zu machen. Oftmals war der entscheidende Pass zu ungenau. Braunschweig verlegte sich zunächst vornehmlich auf die Verteidigung, hatte damit jedoch Probleme. Mit der ersten richtigen Möglichkeit markierte Braunschweig den Ausgleich und war fortan die bestimmende Mannschaft.

Theuerkauf zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern mit links in den rechten Mauerwinkel und ließ Männel so keine Chance (40.). Aue fand nach dem Wechsel keine Bindung, ließ sich in die Defensive drängen und hatte Glück, als Ermin Bicakcic in der 49. Minute völlig frei aus sechs Metern vorbei köpfte.

Erst als Ronny König in der 65. Minute im Anschluss an einen Freistoß nur die Latte des Braunschweiger Tores traf, ging wieder ein Ruck durch die Reihen der Hausherren. Guido Kocer (83.) und Tobias Kempe (85.), der am ausgezeichnet reagierenden Daniel Davari scheiterte, vergaben klare Chancen zum möglichen Sieg.

Doch am meisten mussten sich die Gäste ärgern, als ein langer Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte von einem Auer Spieler per Kopf vor die Füße von Kumbela verlängert wurde, der zudem noch einen ganzen Meter weiter vom Tor entfernt stand als ein Auer.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker