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2. Bundesliga: Hansa Rostock - Abstieg sicher, Insolvenz droht

Hansa Rostock ist nach einem kuriosen 4:5 (3:3) gegen Union Berlin abgestiegen. Rostock droht allerdings zusätzlich zum sportlichen Fiasko auch noch der finanzielle Abstieg - die Insolvenz.

Die Eisernen von Union Berlin haben den erneuten Abstieg des FC Hansa besiegelt. Obwohl sich die Rostocker am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga nach Kräften wehrten und sogar deutlich in Führung lagen, müssen sie nach dem 4:5 (3:3) im Ost-Derby beim 1. FC Union zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren den Gang in die Drittklassigkeit antreten. Mit 26 Punkten ist auch Relegationsplatz 16 nicht mehr zu erreichen. Möglicherweise kommt es für den ehemaligen Erstligisten sogar noch schlimmer, denn Hansa droht mit dem Abstieg auch die Insolvenz.

In einem verrückten Spiel waren die Rostocker am Sonntag durch Treffer von Matthias Holst (4. Minute) und Tino Semmer (10.) in Führung gegangen. Doch die Gastgeber, für die es im Fernduell mit Dynamo Dresden höchstens noch um die "Ost-Meisterschaft" ging, schlugen innerhalb von elf Minuten zurück. Silvio (17.), Michael Parensen (26.) und Kapitän Torsten Mattuschka (28.) per Foulelfmeter sorgten für das Berliner 3:2, das allerdings Rostocks Stephan Gusche per Kopfball umgehend wieder konterte (32.).

Hilfspaket oder Insolvenz 

Vor 18.300 Fans in der ausverkauften Alten Försterei versenkten Chinedu Ede (47.) und Daniel Göhlert (69.) mit ihren Toren die letzten Hansa-Hoffnungen. Union hat als Siebter 48 Punkte. Daran konnte auch Marek Mintal (54.) nichts mehr ändern.

Der FC Hansa geht nun einer völlig ungewissen Zukunft entgegen. Sollte die Rostocker Bürgerschaft am 9. Mai einem Hilfspaket ihre Zustimmung verweigern, müsste der letzte DDR-Meister und -Pokalsieger Insolvenz anmelden. Dann könnte der Zwangsabstieg in die Regionalliga oder sogar in die Oberliga folgen.

sportal.de / sportal

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