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Bundesliga: Frankfurt verpasst Sieg in letzter Minute

Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt hat zwei Spieltage vor der Winterpause den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz verpasst.

Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt hat zwei Spieltage vor der Winterpause den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz verpasst. Mit dem 2:2 (1:1) gegen Hannover 96 bleiben die Fußballprofis aus Hessen mit zwölf Zählern höchst gefährdet, während Hannover (19 Punkte) das erste Remis auswärts gelang. Vor 19.000 Zuschauern auf der Baustelle Waldstadion hatte Kapitän Alexander Schur (17. Minute) für die verdiente Führung gesorgt. Daniel Stendel (18.) gelang postwendend der Ausgleich. Der Albaner Ervin Skela (64.) schaffte mit seinem Tor per Foulelfmeter die erneute Führung, die Thomas Christiansen (87.) mit seinem siebten Saisontor gleichfalls per Foulelfmeter zum Endstand ausglich.

"Das Remis ist eindeutig zu wenig. Wir waren die klar bessere Mannschaft. Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht", ärgerte sich Frankfurts Coach Willi Reimann über zwei verlorene Punkte. Hannovers Trainer Ralf Rangnick war dagegen "am Ende nach einer insgesamt schwachen Vorstellung" mit dem Punkt zufrieden: "Damit können wir leben, wenn man zwei Mal in Rückstand gerät. Aber die Mannschaft hat unter Druck noch den verdienten Ausgleich in der Schlussphase geschafft."

Eine Viertelstunde hatten die Gastgeber die Hannoveraner im Griff

Das Kopfballtor von Schur war die logische Folge konsequenter Angriffsarbeit und eines Freistoßes von Regisseur Skela. Hannovers Torwart Marc Ziegler hatte keine Chance, und die Eintracht lag zum ersten Mal im fünften Heimspiel in Führung. Doch bei aller Freude über das Tor wurden die Frankfurter unaufmerksam: Ein langer Pass auf Torjäger Christiansen, ein Querpass zu Daniel Stajner und Hannover hatte ausgeglichen.

Damit war auch die Frankfurter Dominanz gebrochen. Die Fouls häuften sich. Schur kassierte seine fünfte Gelbe Karte und wird beim Auswärtsspiel in Bochum fehlen. Auch Hannover fehlten in der zunehmend zerfahrenen Partie die spielerischen Mittel, um Frankfurt bis zum Halbzeitpfiff noch in Bedrängnis zu bringen.

Frankfurt verlagerte das Spiel auf die linke Seite, auf der Markus Kreuz aber zu wenig aus den sich bietenden Möglichkeiten machte. Auf der rechten Seite hatten Stefan Lexa (28.) und Beierle (29.) starke Strafraumszenen, die aber ohne Resultat blieben. Reimann vertraute auch nach der Pause dem Team, das gegen Wolfsburg das Spiel nach dem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 aus dem Feuer gerissen hatte. Skela (64.) nutzte seine Chance wie gegen Wolfsburg per Foulelfmeter, nachdem Du-Ri Cha im Strafraum von Kostas Konstantinidis gefoult worden war. In der Schlussphase drängte Hannover auf den Ausgleich und als Konstantinidis von Schur gefoult wurde, schaffte Christiansen den allerdings unverdienten Ausgleich.

Rainer Fülscher, dpa

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