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Lehmann contra Wiese: Gaga-Streit noch nicht vom Tisch

Zwei Torhüter außer Rand und Band: Tim Wiese wollte Jens Lehmann, weil der ihn vor einem Jahr kritisiert hatte, in die "Geschlossene" einweisen. Lehmann verklagte daraufhin den Bremer Keeper. In München fand nun die Verhandlung statt.

Knapp ein Jahr ist der Streit zwischen Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann und Werders Keeper Tim Wiese nun alt. Am 14. September 2010 hatte sich Lehmann nach einem Champions-League-Match der Bremer gegen Tottenham Hotspur (2:2) kritisch über die Leistung seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen geäußert.

Der Konter von Wiese ließ nicht lange auf sich warten: "Der Lehmann soll in die Muppet-Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen - am besten in die Geschlossene", regte sich der Werder-Keeper in der "Bild" mächtig über seinen Torhüter-Kollegen auf. Lehmann verklagte Wiese daraufhin wegen angeblich schwerwiegender Verletzung seines Persönlichkeitsrechts auf 20.000 Euro Schmerzensgeld.

Am Donnerstag fand nun die Verhandlung mit den Anwälten der beiden Streithähne statt. Wiese und Lehmann waren nicht anwesend. Auf ihren Antrag hin waren beide von der Pflicht des persönlichens Erscheinen entbunden worden. Der Richter im Landgericht München II machte den Beteiligten schließlich einen Vergleichsvorschlag.

Bis zum 28. Juli haben beide Seiten jetzt Bedenkzeit. Dann muss eine Entscheidung fallen. Sollten die Parteien mit dem Vorschlag einverstanden sein, wäre das Verfahren beendet und die Klage wäre außergerichtlich geklärt. Ansonsten würde das Gericht eine Entscheidung im August oder September bekanntgeben.

kbe/DPA

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