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Auf Bühne ausgepfiffen: Band Silly sorgt bei Aufstiegsparty von RB Leipzig für Eklat

Dieser Auftritt ist mächtig nach hinten losgegangen: Bei der Auftstiegsparty von RB Leipzig trat die Band Silly mit einer eigenwilligen Garderobe auf - sehr zum Unmut der Fans.

Aufstiegsparty von RB Leipzig: Anna Loos (r.) trägt ein Shirt von Union Berlin, Gittarist Uwe Hassbecker eins von Hansa Rostock

Zur falschen Feier eingeladen? Anna Loos (r.) trägt ein Shirt von Union Berlin, Gittarist Uwe Hassbecker eins von Hansa Rostock - auf der Aufstiegsparty von RB Leipzig

"Die Bands Glasperlenspiel, Letzte Instanz und Silly sorgten darüber hinaus für eine stimmungsvolle musikalische Untermalung der vierstündigen Aufstiegsfeierlichkeiten", heißt es trocken in der Nachlese zur Aufstiegsparty auf der Homepage von RasenBallsport Leipzig. Zumindest bei den Musikern von Silly war die Stimmung allerdings nicht gerade so "stimmungsvoll", wie sich die Veranstalter das vorgestellt hatten. Die Zuschauer pfiffen die Band um Schauspielerin Anna Loos ob deren Garderobe lautstark aus. Der Grund: Silly machte ihrem Namen (engl. "blöd, albern") alle Ehre und kam zur Party von RB Leipzig in Shirts von Union Berlin, dem 1. FC Magdeburg, Dynamo Dresden und Hansa Rostock.

Die geschätzten 20.000 RB-Anhänger sahen die Aktion als klaren Affront. Gerade aus den Lagern dieser traditionsreichen Ostklubs - von denen keiner mehr in der ersten Bundesliga spielt - kommen schließlich die größten Anfeindungen gegen den "Brauseklub" RB. Leipzig wird vom Getränkehersteller Red Bull finanziert und kontrolliert, entstand vor sieben Jahren aus der Lizenz des fünftklassigen SSV Markranstädt. Die Millionen der Österreicher haben der Mannschaft einen nahezu direkten Durchmarsch in die Bundesliga ermöglicht.


Anna Loos von Silly wollte RB Leipzig nicht angreifen

Sängerin Loos fühlt sich laut "Bild" missverstanden. Sie habe niemanden provozieren wollen: "Der MDR hat uns zu einem Fußballfest für die ostdeutschen Klubs eingeladen. Also haben wir verschiedene Trikots von Vereinen angezogen, denen wir von unserer Herkunft her nahe stehen. Das sollte kein Affront gegenüber RB Leipzig sein", wird sie zitiert. "Hätte der MDR uns zu einer Aufstiegsparty von RB eingeladen, wären wir natürlich alle geschlossen in den Trikots des Leipziger Vereins aufgetreten." Spätestens beim Gang auf die Bühne hätten sie das Motto des Tages aber zumindest erahnen müssen. Schließlich war dort alles mit Vereinslogo und -farben sowie dem Spitznamen "Die Roten Bullen" gepflastert.

Die "Bild" will erfahren haben, dass es hinter der Bühne zu hitzigen Diskussionen kam - wenngleich RB-Vorstand Oliver Mintzlaff das Ganze gelassen sah. Er sagte: "Von uns aus hätte Anna Loos auch ein zweites Mal auftreten können. Wir haben über den ersten Auftritt geschmunzelt. Ich freu mich für Dynamo und Aue, dass sie aufgestiegen sind. Und darüber, dass wir die Nummer 1 im Osten sind."

fin
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