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Champions League Chelsea und Valencia trennen sich 1 -1


Frank Lampard hatte für Chelsea in Valencia wieder mitmischen dürfen und sogar die Führung erzielt. Doch die Blues mussten letztlich dem größer werdenden Druck der Gastgeber nachgeben und leiteten durch ein Handspiel den verdienten Ausgleich selbst ein.

In den vergangenen vier Pflichtspielen hatte Frank Lampard dreimal pausieren müssen, am Wochenende beim Heimspiel gegen Swansea aus lauter Frust sogar vorzeitig die Ersatzbank verlassen. Doch gegen Valencia durfte er wieder ran und sicherte dem FC Chelsea mit seinem Treffer (56.) beim FC Valencia bis kurz vor Schluss eine knappe 1:0-Führung.

Doch für den Sieg reichte es nicht. Ein dämliches Handspiel im eigenen Strafraum vonm eingewechselten Salomon Kalou ermöglichte den nach dem Rückstand auf den Ausgleich drückenden Spaniern doch noch den verdienten und am Ende auch leistungsgerechten Ausgleich durch einen verwandelten Elfmeter von Roberto Soldado (87.).

Chelsea behält durch den Punkt mit jetzt vier Zählern die Tabellenführung, Valencia rangiert durch den Sieg von Leverkusen im Parallelspiel auf dem dritten Rang (zwei Punkte).

Heftige Rotation bei Valencia

Nach der 0:1-Niederlage trotz Überzahl am Wochenende gegen Sevilla hatte Unai Emery heftig rotiert. Bruno Saltor, Hedwiges Maduro, Tino Costa, Jonas und Pablo Piatti mussten raus, Jordi Alba, Miguel, Albelda, Sergio Canales und Pablo Hernandez bekamen ihre Plätze in der Startelf. Gegenüber André Villas-Boas veränderte seine Mannschaft auf zwei Positionen. Lampard kehrte für Raul Meireles zurück, Florent Malouda erhielt den Vorzug vor Nicolas Anelka.

Valencia findet spät ins Spiel

Valencia startete im Mestalla nervös und ließ sich von den vor allem über außen zu Beginn äußerst druckvollen Blues unter Druck setzen. Fernando Torres wurde nach einem Rempler von Adil Rami ein Elfmeter verweigert, Valencias Victor Ruiz verfehlte beim Versuch, eine gefährliche Aktion zu klären, nur haarscharf das eigene Tor. Die dickste Chance der Anfangsviertelstunde hatte Lampard nach einem Freistoß aus 25 Metern, den Diego Alves parieren konnte.

Die Hausherren bekamen in der Folge ihre Nervosität und das Spiel zusehends in den Griff. Sie nutzten die ganze Breite des Spielfeldes und kamen immer wieder zu Angriffen, die die Defensive der Gäste allerdings nicht vor allzu große Probleme stellten. Dem Ziel am nächsten kamen ein Hernandez-Schuss aus spitzem Winkel nach Vorarbeit von Jordi Alba ans Außennetz und ein Freistoß von Ever Banega in die Arme von Petr Cech. Da Valencia zudem defensiv deutlich früher und energischer störte, kam Chelsea der noch in der Anfangsphase gezeigte Spielfluss mehr und mehr abhanden. Torchancen blieben so Mangelware.

Valencia egalisiert den Rückstand

Dafür entschädigte dann die zweite Hälfte mit gleich fünf Hochkarätern in den ersten zehn Minuten. Den Auftakt machten die Gäste. José Bosingwa hatte mit einer Flanke von rechts Torres bedient, doch Alves kratzte den Kopfball von der Linie. Im Gegenzug hatte dann Roberto Soldado eine Großchance. Der Stürmer kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch John Terry rettet für den bereits geschlagenen Cech.

Das rächte sich, denn Chelsea drückte nun auf die Führung. Zunächst hatte Alves einen Volleyschuss von Torres vom Fünfmeterraum mit einer weiteren starken Parade noch entschärfen können, war dann aber gegen den Versuch des ungedeckten Lampard aus 14 Metern nach schöner Vorarbeit von rechts durch Florent Malouda machtlos.

Valencia zeigte sich wenig geschockt und drängte auf den Ausgleich. Soldado hatte den herausgeeilten Cech an der linken Strafraumseite ausgespielt, seinen Pass in die Mitte konnte Terry jedoch klären, kurz darauf lenkte der Keeper einen Vollspannschuss des eingewechselten Piatti über die Latte. In der Schlussphase musste der Keeper bei einem Schuss von Jonas dann noch einmal seine Klasse zeigen. Beim verwandelten Strafstoß von Soldado nach einem Handspiel von Salomon Kalou im eigenen Strafraum war der Tscheche dann aber machtlos.

Chelsea hatte sich in der zweiten Halbzeit einige Kontergelegenheiten eröffnet, richtig gefährlich wurden die Blues aber erst in der Schlussphase. Anelka, mittlerweile für den blassen Torres gekommen, scheiterte aus acht Metern an einer weiteren starken Parade von Alves, der seiner Mannschaft den Punktgewinn festhielt.

Malte Asmus

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