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DFB-Elf in der Einzelkritik Einer bricht gegen Gibraltar den Bann, der Kapitän ist urlaubsreif


Die deutsche Elf zeigte in der ersten Halbzeit gegen Gibraltar eine schwache Vorstellung, steigerte sich aber dank zweier Stürmer. Andere Nationalspieler brauchen dringend Urlaub. Die Einzelkritik.

Die deutsche Nationalelf hat im Spiel gegen Gibraltar zwei unterschiedliche Halbzeiten gezeigt. Die ersten 45 Minuten spielte sie an der Grenze zur Peinlichkeit. Die mutigen und laufstarken Gastgeber kämpften bis zum Umfallen. Der Lohn war nur ein Gegentreffer, als der Pausenpfiff ertönte. Nach einer gepfefferten Pausenansprache von Bundestrainer Löw drehten die Deutschen allerdings auf und schossen den Fußballzwerg standesgemäß ab.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Roman Weidenfeller: Von wegen ruhiger Abschiedsabend: Musste mehrfach wachsam sein, rettete gegen Gosling (30.) und Lee Casciaro (56.).

Jerome Boateng: Premiere als Ein-Mann-Abwehr. Musste in manches Laufduell. Dabei souverän. Schmerzhafter Zusammenprall mit Schweinsteiger.

Jonas Hector: Holte den Elfmeter heraus. Sonst mit wenig Offensivaktionen. Muss sich wie Rudy mutiger ins Spiel einbringen.

Sebastian Rudy: Auf der Außenbahn ständig bemüht. Wusste mit seinen Freiheiten aber nicht viel anzufangen. Wird sich künftig mehr beweisen müssen.

Bastian Schweinsteiger: Erster Elfmeterfehlschuss im 111. Länderspiel. Präsent, aber ohne den großen Mumm. Braucht die Sommerpause dringend.

Ilkay Gündogan (bis zur 67. Minute): Versuchte es mehrfach mit Fernschüssen. Leichter ging's aus Nahdistanz (51.). Erstes DFB-Tor nach Verletzungspause. 66. raus.

Mesut Özil: Ein Auftritt ohne große Lust. Bezeichnend, wie er eine Riesenchance (44.) liegen ließ. Nach der Pause mehrfach Vorbereiter.

Karim Bellarabi: Lief viel und versuchte, Löcher zu reißen. Der letzte Pass gelang nicht - dafür aber das Premieren-Tor (57.) im DFB-Trikot.

Patrick Herrmann (bis zur 56. Minute): Hatte mehrfach die Chance zum ersten Länderspiel-Tor. Vergab aber entweder überhastet (40.) oder zu lässig (44.).

André Schürrle: Deutlich besser als gegen die USA. Fand als erster die Lücke in der roten Wand (29.) und schaffte seinen zweiten Dreierpack.

Mario Götze (bis zur 36. Minute): Nach einer halben Stunde mit lädiertem rechten Oberschenkel raus. Bis dahin ohne Durchschlagskraft im Angriffszentrum.

Max Kruse (ab 36. Minute): Kam für Götze. Vergab nach Pause zuerst Großchance. Dann gelang der erste Doppelpack im Adler-Dress. Ein guter Auftritt.

Lukas Podolski (ab 56. Minute): Kam für Herrmann (56.). Konnte auch in Länderspiel Nummer 125 wenig Argumente für eine Fortsetzung der DFB-Karriere liefern.

Sami Khedira (ab 67. Minute): Bekam noch gut 20 Minuten Einsatzzeit. Eine gute Chance (75.). Die fehlende Fitness will er sich nach dem Urlaub zurückholen.

tis DPA

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