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EM-Brexit für England: "Die Engländer fangen gerade an zu googeln, was K.o.-Runde bedeutet"

England ist raus - zumindest bei der Fußball-EM. 1:2 unterlag der Favorit gegen die Außenseiter aus Island. Nur: Ob die Engländer überhaupt wissen, dass man wirklich ausscheiden kann? Auf Twitter kursieren Brexit-Witze.

Mit 1:0 ging England in Führung - doch das Ergebnis währte nicht lange

Mit 1:0 ging England in Führung - doch das Ergebnis währte nicht lange

Diese Parallele ist natürlich zu schön, um nicht im Netz ausgeschlachtet zu werden: Nach 18 Minuten schon lag England im EM-Achtelfinale gegen Island hinten - und die Twitter-Nutzer fragen sich: Droht hier der Fußball-Brexit? Und falls ja: Wissen die Engländer überhaupt, was sie da tun? Und wollen sie nach einer Niederlage trotzdem im Turnier bleiben?

Am Ende stand es tatsächlich 2:1 für Island, der EM-Neuling darf weiterträumen. England scheidet aus. Die besten Twitter-Reaktionen zum Spiel.


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Sieht so aus, als würde zumindest die englische Mannschaft das Referendum schnell umsetzen. #ENGICE

— Markus Beyer (@the_maybe) 27. Juni 2016


Andere machten sich erstmal Sorgen um den begeisterungsfähigen Island-Kommentator. Schließlich schien der schon während des letzten Gruppenspiels seiner Mannschaft nahe am Kollaps zu sein.

Der Sieg gegen England ist die bisher größte Überraschung des Turniers. Die Isländer, die sich überhaupt in ihrer Geschichte zum ersten Mal für eine Europameisterschaft qualifiziert haben, galten als die wohl größten Außenseiter im Teilnehmerfeld. Dass sie überhaupt die Gruppenphase überstanden, war schon eine Sensation, die stimmliche Begleitung durch den Kommentator Gudmundur Benediktsson im letzten Spiel gegen Österreich wurde legendär. Dass das 330.000-Einwohner-Land aber auch den großen Favoriten England bezwingen würde, hätte wohl tatsächlich kaum jemand geglaubt.

England also, das zu den Titelfavoriten gezählt wurde und eine souveräne Qualifikation ohne Punktverlust gespielt hatte, ist schon nach dem Achtelfinale raus, und Trainer Roy Hodgson hat seine Konsequenzen gezogen. Gleich nach dem Spiel erklärte er seinen Rücktritt. Für Island geht es nun im Viertelfinale gegen einen weiteren Titelfavoriten, am Sonntag wartet Gastgeber Frankreich. Sollten sich die Männer von der Insel auch hier durchsetzen, könnten sie im Halbfinale auf Deutschland treffen - wenn Jogi Löws Team am Samstag die Italiener schlägt. Und dann? Träumen darf man immer: Würde nur noch das Finale warten.

car
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