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Sensationssieg gegen England: Röchel-Alarm: Isländischer Kommentator dreht gegen England wieder durch

Er ist wieder da: Island spielte gegen England - und der aus dem letzten Gruppenspiel bekannte isländische Kommentator war mit all seinen Emotionen von der Partie.

Kolbeinn Sigthorsson (2. v. L.) erzielte in der 18. Minute den Führungstreffer

Kolbeinn Sigthorsson (2. v. L.) erzielte in der 18. Minute den Führungstreffer - und der Kommentator rastete aus

Keiner schien vor dieser EM kleiner als Island - schon dass der EM-Neuling die Gruppenphase überstand, galt als Sensation. Nun hat das Team nachgelegt und Mit-Favorit England aus dem Turnier geworfen. Island steht im Viertelfinale. Und Gudmundur Benediktsson, die neue Stimme Islands, war wieder mit von der Partie.


Der isländische Fußball-Kommentator wurde nach dem letzten Gruppenspiel gegen Österreich zu einer kleinen Berühmtheit im Netz: Röchelnd und quiekend begleitete er den letzten Angriff seiner Mannschaft und schrie dann, bis ihm die Stimme versagte. Bei so viel Emotion hat man sich eben kaum im Griff. Kein Wunder, dass er beim 2:1-Führungstreffer seines Teams gegen England nun nochmal nachlegte:



Die Übersetzung: "Wir gehen nach Paris! Ich traue meinen Augen nicht. Weckt mich nie auf! Weckt mich nie aus diesem verrückten Traum auf!", brüllt der Kommentator in sein Mikrofon.

Schon Portugal geärgert

Die Euphorie ist verständlich. Mit nur 330.000 Einwohnern galt Island, das sich zum ersten Mal in seiner Geschichte für eine Europameisterschaft qualifiziert hat, als der wohl größte Außenseiter des diesjährigen Turniers. Nur ein Stammspieler - Gylfi Sigurdsson spielt bei Swansea City in der Premier League - ist in einer der vier großen europäischen Ligen aktiv. Die Isländer hatten zuvor schon andere Teams geärgert, unter anderem in ihrem ersten Gruppenspiel Portugal. Nach dem für die Portugiesen enttäuschenden 1:1 hatte Stürmerstar Cristiano Ronaldo sich äußerst frustriert über seine Gegner geäußert. "Sie haben gefeiert, als wären sie Europameister geworden", sagte er. "Meiner Meinung nach zeugt das von kleiner Mentalität, deswegen werden sie nichts erreichen."

Offenbar hat sich der Weltfußballer da gehörig geirrt. Die Isländer haben es nicht nur ins Viertelfinale geschafft, sie sind auch bei den Zuschauern längst zu Stars avanciert - die Spieler ebenso wie ihr begeisterungsfähiger Kommentator.


car
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