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Fans: Soviel Dauerkarten wie noch nie

Mag die Liga auch in finanziellen Schwierigkeiten stecken, bei den Fans ist sie so beliebt wie nie: 332000 Dauerkarten konnten die Vereine bisher absetzen. Rekord.

Bei den Fans steht die Fußball-Bundesliga so hoch im Kurs wie nie. Vor Beginn der 41. Spielzeit haben die Besucher bei den 18 Clubs mit 332 650 erworbenen Dauerkarten einen neuen Rekord aufgestellt und die bisherige Bestmarke von vor zwei Jahren (knapp 330 000) noch ein Mal überboten.

Damit haben die Erstligisten noch vor dem Anpfiff zur neuen Spielzeit schon 5,65 Millionen Zuschauer und die damit verbundenen Einnahmen sicher. In Zeiten sinkender TV-Einnahmen und wachsender Verbindlichkeiten, die nach neuesten Erhebungen des Fachmagazins «Kicker» für den deutschen Profifußball auf 682 Millionen gewachsen sein sollen, gewinnen die Ticket-Einnahmen (ca. 15 bis 30 Prozent des Etats) wieder an Bedeutung.

Rekord trotz Baubbom

Die Dauerkarten-Rekordzahl ist umso bemerkenswerter, weil ein Drittel der Stadien wegen Umbauten eine begrenzte Platzkapazität haben und insgesamt vier Schauplätze derzeit 25 000 Zuschauer und weniger fassen. Doch gleich acht Clubs vermeldeten die Höchstzahl an verkauften Dauerkarten. Die größte Steigerung verzeichnet Aufsteiger 1. FC Köln, der bislang 20 000 Karten und damit über 5000 Tickets mehr als vor Beginn der vergangenen Zweitligasaison abgesetzt hat.

Dortmund Spitzenreiter

Absolute Spitzenreiter in der Zuschauergunst sind die beiden Revierclubs Borussia Dortmund und FC Schalke 04. Mit 49 000 Tickets steuert der BVB auf die 50 000-Marke zu, der Zuschauerschnitt von über 63 000 soll auf 75 000 gesteigert werden. In der Arena «AufSchalke», nach dem Westfalenstadion (83 000 Plätze) und dem Münchner Olympiastadion (69 000) mit 61 010 Plätzen drittgrößtes Bundesligastadion, haben sich bislang 42 100 Besucher ihren festen Platz gesichert. Ausgezahlt hat sich auch der sportliche Aufschwung beim Hamburger SV, der sich mit 23 500 verkauften Tickets auf Rang drei hinter den beiden westdeutschen Zuschauermagneten schob.

Freiburg stoppte Verkauf

Einige Clubs wie der SC Freiburg mussten wegen des geringen Platzangebotes ihren Dauerkartenverkauf vorzeitig einstellen, um den Fans überhaupt noch die Chance zu ermöglichen, sich Tagestickets zu sichern. Auch Borussia Mönchengladbach verzeichnet für die letzte Saison im altehrwürdigen Bökelbergstadion mit 18 300 Tickets einen Rekord. Die Verantwortlichen rechnen für die Spielzeit im neuen Stadion ab Sommer 2004 mit einem neuen Boom und einer Verdoppelung der verkauften Saisonkarten.

Bochum Schlußlicht

Nur drei Clubs blieben bislang unter der 10 000er-Grenze. Dabei steuerte der VfL Wolfsburg, der mit 7500 Tickets den Rekord eingestellt hat, auf eine neue Bestmarke zu. Mit bislang 6000 verkauften Dauerkarten bilden der VfL Bochum und Hansa Rostock (4550) die beiden Schlusslichter der Liga, wobei die Westdeutschen ihre Vorjahreszahl (4200) aber schon übertroffen haben.

DPA
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