FC Bayern München Olic fällt mehrere Wochen aus


Der FC Bayern muss in den kommenden sechs Wochen auf seinen kroatischen Angreifer Ivica Olic verzichten. Neben Arjen Robben und Franck Ribéry ist Olic der dritte prominente Ausfall. Ein Publikumsliebling könnte davon profitieren.

Dem FC Bayern München gehen bei der anvisierten Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga die Angreifer aus. Nach den Ausfällen von Franck Ribéry und Arjen Robben musste der deutsche Fußball-Rekordmeister am Montag beim Kroaten Ivica Olic die nächste bittere Botschaft vernehmen. Der Stürmer fällt wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade sechs Wochen aus. Die Verletzung hatte sich Olic im Training mit der kroatischen Nationalmannschaft zugezogen. Umso wichtiger wird daher die Rückkehr des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs Luca Toni, der sich beim Testspiel an diesem Dienstag beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg für die Profi-Elf warm schießen soll.

Trainer Louis van Gaal will sich beim Test ein Bild über die Verfassung des italienischen Weltmeisters machen. Zwar geistern durch italienische und englische Medien einmal mehr Wechselgerüchte, aber der 32-Jährige will sich unbedingt beim FC Bayern durchsetzen. Und gerade nach dem Ausfall des Offensivtrios, das fünf Liga-Treffer auf dem Konto hat, könnten die Münchner Toni-Tore gut gebrauchen.

Dagegen sind neben Toni auch Kapitän Mark van Bommel und Martin Demichelis wieder einsatzbereit. Van Bommel soll wie Toni gegen Regensburg auflaufen. Demichelis gab am Samstag im WM- Qualifikationsspiel Argentiniens gegen Peru (2:1) nach achtwöchiger Verletzungspause sein Comeback.

Nerlinger lobt van Gaal

Trotz Ausfällen in der Offensive setzt Sportdirektor Christian Nerlinger auf eine baldige Aufholjagd in der Bundesliga, die am Wochenende mit einem Sieg in Freiburg beginnen soll. "Wir brauchen kurzfristigen Erfolg, das bedeutet, wir brauchen ab sofort Ergebnisse und sollten Meister werden. Wir müssen jetzt punkten", sagte Nerlinger in einem Interview mit dem "kicker". Acht Punkte beträgt der Rückstand auf die Liga-Spitzenclubs Bayer Leverkusen und Hamburg. Nervös sei er "gar nicht. HSV und Leverkusen waren vorige Saison auch Tabellenführer, beide müssen über die Saison zeigen, wie sie mit Rückschlägen fertig werden", sagte Nerlinger.

"Wenn ich sehe, wie tagtäglich gearbeitet wird, habe ich keine Bedenken, dass wir nun zu guten Spielen die entsprechenden Ergebnisse einfahren werden. Damit müssen wir jetzt anfangen. Die Startphase ist nun vorbei", betonte der Sportdirektor. Allerdings mahnte Nerlinger auch, dass sich "Prozess und Entwicklung und kurzfristiger Erfolg" nicht ausschließen und beim FC Bayern nicht ausschließen dürften.

Nerlinger lobte die bisherige Arbeit von Trainer van Gaal, der wie der Sportdirektor selbst etwas mehr als 100 Tage im Amt ist, und sieht auch die Mannschaft in guter Verfassung. "Sie ziehen sehr gut mit, die Stimmung ist gut, was bei 26 Mann nicht einfach ist. Diese Ruhe verdanken wir der Mannschaftsführung van Gaals, bei 90 Prozent der anderen Trainer wäre schon Sodom und Gomorrha", befand der 36- Jährige.

Von Christian Kunz/DPA DPA

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