HOME

FC Hollywood: Kahn wehrt sich gegen Kritiker

Die meisten hätten doch keine Ahnung: Mit deutlichen Worten hat sich Oliver Kahn gegen die Kritiker an seinen jüngsten Torwartleistungen zur Wehr gesetzt.

Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn hat sich gegen seine Kritiker zur Wehr gesetzt und im Falle anhaltend schlechter Leistungen sein sofortiges Karriereende angekündigt. "Ich spiele nur, solange ich Topleistungen bringe. Wenn das nicht mehr der Fall ist, bin ich der erste, der Schluss macht", sagte der Kapitän des FC Bayern München in einem Interview mit dem "kicker". Energisch widersprach Kahn Gerüchten, er habe seine professionelle Einstellung aufgegeben. "Seit Dinge aus meinem Privatleben an die Öffentlichkeit gelangten, wird Kahn als Sportler nicht mehr objektiv betrachtet", sagte der Welttorhüter des Jahres 2002.

Kritiker haben "keine Ahnung"

Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit zehn Gegentoren in sechs Bundesliga-Spielen war auch beim FC Bayern Kritik an Kahns Leistungen laut geworden. "Ein Prozent der Kritik nehme ich ernst, 99 nicht, weil sie von Leuten kommt, die keine Ahnung vom Torwartspiel haben. Doch das prallt alles an mir ab", so der 34-Jährige. Zuletzt hatte auch Bayern-AG-Chef Karl-Heinz Rummenigge einen Leistungsabfall bei Kahn festgestellt. Grund zu Änderungen an seinem Trainingspensum sieht der Schlussmann aber nicht: «In solchen Phasen bin ich stur, ich gehe meinen Weg. Ich vertraue auf mich. (...) Deshalb werde ich keinen Millimeter abweichen.»

Wer ist zur Zeit der beste deutsche Torwart?

Auch sein Privatleben will Kahn trotz der permanenten Beobachtung durch die Medien nicht ändern. "Unsere Welt ist in manchen Bereichen abartig geworden. Wenn ich auf der Wies’n ein Bier trinke, heißt es gleich, der Kahn war wieder die ganze Nacht unterwegs", wurde der Torwart zitiert. Noch nie habe er eine Zigarette auf Lunge geraucht, "ich paffe nur ab und zu".

Kein Machtkampf gegen Ballack

Kahn dementierte zudem einen angeblichen Machtkampf mit Mannschaftskollege Michael Ballack. «Es gibt gar keine Differenzen, sondern nur Leute, die zwischen Michael und mir einen Keil treiben wollen. Aber das wird ihnen nicht gelingen. Michael ist für mich einer der wichtigsten Spieler für den FC Bayern und die Nationalelf», erklärte Kahn.

DPA

Wissenscommunity