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FUSSBALL: Spieltagsreform? Es gab noch keine Gespräche

Zu früh gefreut. Konkrete Gespräche über einen Reform, hat es aber laut DFB noch gar nicht gegeben.

Zu früh gefreut. Da vermeldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung gestern doch tatsächlich, dass Verhandlungen zwischen dem DFB und der Kirch-Gruppe über eine Reform des Bundesliga-Spielplanes erfolgreich verlaufen seien. Schon ab der nächsten Saison werde man auf die, von den Fans so ungeliebten Bundesligaspiele am Freitag und Samstag Abend verzichten können. Konkrete Gespräche über einen Reform, hat es aber laut DFB noch gar nicht gegeben.

»Zeitnahe Berichterstattung«

Mit der Kirch-Gruppe sei in der Vergangenheit lediglich darüber gesprochen worden, »welcher Spielraum der Grundlagenvertrag zwischen dem DFB und der Liga hergibt«, so die DFB-Pressemitteilung. Dieser Grundlagenvertrag regelt bisher, dass die Zweitverwerter (»ran«) »zeitnah« über die Bundesligaspiele berichten dürfen. Unter »zeitnah« verstand der DFB bisher eine Stunde nach Abpfiff. Von den Abendspielen wird sich aber die Kirch-Gruppe nicht so einfach trennen. Schließlich garantieren sie dem »kirchschen« Pay-TV ein spannendes Fußball-Wochenende mit vielen, verteilten Live-Spielen. Es sei denn, der Grundlagenvertrag würde von der lästigen, »zeitnahen« Berichterstattung befreit. Dann könnten die Zweitverwerter erst später auf die Spiele zugreifen und die Kirch-Gruppe würde weiterhin von der Exklusivität des Pay-TV profitieren.

»Zutreffend ist, dass mit der Initiative Pro 15:30 in diesem Monat ein Gespräch geführt wird, das möglicherweise Auswirkungen auf die Spielplangestaltung haben kann«, so der DFB.

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