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International Inter feuert Claudio Ranieri


Zum zweiten Mal in dieser Saison und zum vierten Mal in weniger als zwei Jahren hat Inter Mailand seinen Trainer entlassen. Claudio Ranieri musste nach dem 0:2 bei Juventus gehen und wird durch Reservetrainer Andrea Stramaccioni ersetzt, wie Clubboss Massimo Moratti verfügte.

Einen Tag, nachdem Präsident Massimo Moratti beteuert hatte, Claudio Ranieri werde bis zum Saisonende Inter-Coach bleiben, haben die Nerazzurri den Trainer entlassen. Es ist die Reaktion auf das 0:2 im Derby d'Italia bei Juventus, durch das Inter zehn Punkte Rückstand auf einen Champions League-Platz hat und 22 Punkte hinter Milan auf Platz acht der Serie A rangiert.

Nach nur zwei Siegen aus den letzten 13 Pflichtspielen und dem Ausscheiden aus Coppa Italia und Champions League droht Inter, eine der schlechtesten Saisons seiner jüngeren Geschichte zu erleben. Nach dem desaströsen Saisonstart, der bereits Gian Piero Gasparini den Job gekostet hatte, konnte Ranieri die Nerazzurri zunächst leicht stabilisieren und immerhin ins Achtelfinale der Champions League führen. Doch eine Serie von acht Spielen mit sieben Niederlagen und nur einem Unentschieden hatte den Trainer bereits stark angezählt.

Der Einbruch war unerklärlicherweise einem Lauf von acht Siegen in Serie gefolgt, mit dem Inter überhaupt erst wieder in die Lage versetzt worden war, von einer erfolgreichen Saison zu träumen.  

Vier Trainer in knappen zwei Jahren

Die prestigeträchtige Niederlage bei Juventus war dann offensichtlich nach einem Tag Bedenkzeit zu viel für Moratti, der seit dem Abgang von José Mourinho nach Madrid 2010 bereits vier Trainer verschlissen hat und nun Andrea Stramaccioni, dem Coach der Reservemannschaft, zunächst die Verantwortung übertragen hat, wie die Zeitung La Repubblica vermeldet. Ab Dienstag soll der Nachwuchstrainer demnach im nach Morattis Vater benannten Trainingszentrum "Angelo Moratti" mit der Mannschaft arbeiten.

Das erste Spiel für Stramaccioni wird das anstehende Serie A-Heimspiel gegen Genoa. Einen Fehlstart kann sich der Neue nicht leisten: Inter liegt schon sieben Punkte hinter dem Minimalziel Europa League-Qualifikation zurück und muss in den verbleibenden Saisonspielen unter anderem noch gegen Udinese, Milan und Lazio spielen.

Daniel Raecke 

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