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International Inter Mailand verliert beim Tabellenletzten


55 Jahre ist es her, dass Novara Calcio zuletzt in der höchsten italienischen Spielklasse starten durfte. 1956 stieg der Club in die zweite Liga ab und musste kurze Zeit später gar die Drittklassigkeit über sich ergehen lassen. Nun ist man zurück in der Serie A und hat sich gleich als Angstgegner von Inter Mailand etabliert.

Inter Mailand hat in der italienischen Meisterschaft erneut eine schmerzliche Niederlage kassiert. Nach der 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger Novara liegt Inter auf Rang fünf bereits elf Punkte hinter dem führenden Ortsrivalen AC Mailand, der Rang eins am Samstag mit 2:1 bei Udinese übernommen hatte.

Die Partie des bisherigen Tabellenführers Juventus Turin in Bologa am Sonntag fiel dem strengen Winter in Norditalien zum Opfer. Der Rekordmeister liegt zwei Punkte hinter Milan, hat aber noch zwei Spiele in der Hinterhand. Auch das Spiel des FC Parma gegen den AC Florenz wurde abgesagt.

Caracciolo schockt Inter

Novaras Andrea Caracciolo schockte Inter mit seinem Siegtreffer in der 56. Minute. In der Schlussphase brachten die Gäste den Vorsprung nach einem Platzverweis sogar in Unterzahl über die Zeit. Bereits im Hinspiel hatte sich Novara im September mit 3:1 durchgesetzt, Inter hatte danach Trainer Gian Piero Gasparini entlassen.

Trotz des Erfolgs sieht es für den Aufsteiger nicht sonderlich gut aus, mit nur drei Saisonsiegen logiert man am Tabellenende und die Konkurrenz am rettenden Ufer hat bei vier Punkten Vorsprung noch zwei Spiele nachzuholen.

Für Inter geht das Auf und Ab indes weiter. Nach katastrophalem Saisonstart gewannen die Nerazzurri zuletzt acht Spiele in Folge, bevor sie im Pokal scheiterten und nun nur einen Punkt aus den letzten vier Ligaspielen einfahren konnten.

Milan an der Tabellenspitze

Der AC Mailand fand nach drei Spielen ohne Sieg dagegen in die Erfolgsspur zurück. Der Meister setzte sich am 23. Spieltag der Serie A nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 bei Udinese Calcio durch. "Das war ein schönes Ergebnis für uns", sagte Milan-Trainer Massimiliano Allegri erleichtert.

Wegen der Negativserie der letzten Wochen habe man sich schon ein wenig Sorgen gemacht, gab der Coach des Titelverteidigers zu. "Jetzt hat Milan wieder auf den rechten Weg zurückgefunden", ergänzte Allegri.

Im eiskalten Udine hatte seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft am Samstagabend nicht nur Klasse, sondern vor allem Moral bewiesen. "Was für eine Aufholjagd. Milan zeigt Stolz", lobte die Gazzetta dello Sport.

Di Natale mit dem 17. Saisontreffer

In der ersten Halbzeit hatte der Tabellenvierte die Mailänder klar dominiert und war verdient in der 19. Minute durch Antonio di Natale in Führung gegangen. Mit 17 Treffern baute Udines Stürmerstar seinen Vorsprung in der Torjägerliste der Serie A vor Milans Zlatan Ibrahimovic auf zwei Tore aus.

Während Di Natale wieder jubeln konnte, musste der wegen einer Tätlichkeit für drei Spiele gesperrte Ibrahimovic zuschauen. Obwohl Milan den schwedischen Top-Stürmer schmerzlich vermisste, drehte Allegris Notelf die Partie noch: Der eingewechselte Argentinier Maxi Lopez glich aus (77.). Fünf Minuten vor Schluss sicherte der 19-jährige Stephan El-Shaarawy den Gästen mit seinem zweiten Saisontor den Auswärtssieg.

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