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International Juve spielt zum zehnten Mal Remis


Juventus kam erneut über ein 0:0 nicht hinaus. In Parma war das Team über weite Strecken überlegen, biss sich aber am überragenden Keeper der Gäste die Zähne aus und ärgerte sich am Ende über nicht gepfiffene Strafstöße.

Juventus Turin drückte, war die überlegene Mannschaft, schaffte es aber wieder einmal nicht die vielen Torchancen auch zu nutzen. Die eigene Abschlussschwäche und Parmas glänzend aufgelegter Keeper Nicola Pavarini hatten etwas dagegen und sorgten für das zweite 0:0 Juves in Folge. Für Aufregung sorgten drei ausgebliebene Elfmeterpfiffe.

Der Plan von Juventus Trainer Antonio Conte hatte anders ausgesehen. Im Nachholspiel Parma schlagen und Milan damit trotz einem Spiel weniger die Tabellenführung wieder abluchsen. Doch daraus wurde nichts. Die eigene Abschlussschwäche und der hervorragend aufgelegte Parma-Torhüter Nicola Pavarini hatten etwas dagegen.

So mussten sich die Turiner trotz drückender Überlegenheit über fast die gesamte Spieldauer wieder einmal mit einem 0:0 begnügen mussten. Das bereits zehnte Remis der Saison, das vierte 0:0 insgesamt und das zweite in Folge kostete die Nerobianchi den erhofften Sprung zurück an die Tabellenspitze. Mit 46 Punkten liegen sie einen Punkt hinter Milan, haben allerdings ein Spiel weniger bestritten.

"Das sind zwei liegen gelassene Punkte", schimpfte Conte nach der Partie laut sportparma.com "Weil wir das Spiel gemacht haben. Solche Spiele, in denen man Chance um Chance kreiert, muss man gewinnen, sehr enttäuschend, dass wir das nicht geschafft haben." Anerkennende Worte fand der Juve-Coach für Pavarini. "Der Torhüter war wirklich gut."

Juve vergisst vor lauter Überlegenheit das Toreschießen

Den ersten Durchgang hatte Juve nach Belieben dominiert. Giorgio Chiellini hatte kurz nach Beginn ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, als er einen Freistoß von Andrea Pirlo an den Pfosten köpfte. Insgesamt sechs dicke Chancen spielten die Gäste heraus, Mirko Vucinic scheiterte bei drei Versuchen Abschlüssen an Pavarini, Pirlo schlenzte einen Freistoß nur um Millimeter am Winkel des Parma-Tores vorbei, ehe Pavarini im Herauslaufen Alessandro Matri stoppte.

Nach der Pause wurde dann Parma angeführt durch Sebastian Govinco endlich aktiver, das Spiel dadurch offener und deutlich interessanter. Das nach Parma abgeschobene Juve-Eigengewächs scheiterte zweimal aus spitzem Winkel, ehe er von Andrea Barzagli niedergerungen wurde, aber etwas zu theatralisch fiel, so dass Schiedsrichter Paolo Mazzoleni ebenso den Elfmeterpfiff verweigerte wie kurz zuvor auf der Gegenseite, als Pirlo nach Berührung von Jonathan Biabiany zu Boden gegangen war.

Conte: Juve bekommt nie Elfmeter

"Für diese Schwalbe hätte Giovinco natürlich verwarnt werden müssen“, echauffierte sich Conte und ärgerte sich auch, dass seine Mannschaft wieder keinen Strafstoß zugesprochen bekommen hatte. In der Nachspielzeit war Pirlo noch einmal im Strafraum gefallen und auch hier der Pfiff ausgeblieben. "Wir haben in 22 Spielen gerade einen Elfmeter bekommen“, schimpfte Conte, das ist für mich schon eine alarmierende Statistik. Für uns pfeifen die Schiedsrichter nie, aber gegen uns haben sie damit meist keine Probleme.“

In der Schlussphase nahm Juve wieder das Kommando in die Hand, doch kam an Pavarini nicht vorbei. Der Keeper meisterte zunächst einen Distanzschuss von Pirlo, ehe er eine starke Rettungstat gegen Emanuele Giaccherini zeigte und so die Serie von Parma auf fünf Spiele ohne Niederlage ausbaute.

Malte Asmus

sportal.de sportal

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