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Krawalle: Hooligan-Schlacht in Brandenburg

Wieder einmal haben Fußball-Hooligans im Osten der Republik ihre hässliche Fratze gezeigt. Ein halbes Jahr vor Beginn der Weltmeisterschaft geht in Deutschland deshalb jetzt die Angst um.

Mit einem Großeinsatz hat die Polizei in einem Brandenburger Wald bei einer Massenschlägerei von deutschen und polnischen Hooligans eingegriffen. Dabei wurden nach ihren Angaben vom Sonntagabend rund 30 Deutsche und 55 Polen erkennungsdienstlich erfasst. Unter den Schlägern war auch mindestens einer der Gewalttäter, der bei der Fußball-WM 1998 im französischen Lens einen Polizisten angegriffen und schwer verletzt hatte. Zu dem Zusammentreffen hatten sich rund 100 Personen der Hooligan-, Türsteher- und Rockerszene in einem Waldstück bei Briesen verabredet, wie die Polizei berichtete.

Nach der Auseinandersetzung und dem Eingreifen der Polizei wurden die Täter überprüft. Gegen sie seien Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden. Wie viele Verletzte es gab, wurde nicht gemeldet. Auf deutscher Seite habe auch mindestens ein Gewalttäter teilgenommen, der an den Krawallen während der Fußball-WM 1998 beteiligt war und dafür auch verurteilt wurde. Bei der Schlägerei war damals der französische Gendarm Daniel Nivel angegriffen und schwer verletzt worden. Er leidet heute noch unter den Folgen.

Schäden in Millionenhöhe

Unterdessen gab es am Wochenende auch in Griechenland schwere Ausschreitungen. Am späten Sonntagabend richteten Hooligans in der Kleinstadt Livadeia Schäden in Millionenhöhe an und lieferten sich eine Stunde lang Zusammenstöße mit der Polizei. Wie das griechische Fernsehen am Montagmorgen berichtete, kam es zu den Zusammenstößen, als eine Gruppe von rund 200 Fans des Athener Erstligisten AEK Athen beim Spiel gegen Levadeiakos versuchte, ohne Eintrittskarten in das Stadion zu gelangen.

Die Hooligans warfen Steine auf die Polizisten und zündeten zwei Übertragungswagen des griechischen Fernsehsenders Alpha an. Es entstanden nach Angaben des Senders Schäden in Höhe von zwei Millionen Euro. Das Spiel musste für etwa 30 Minuten unterbrochen werden. Vier Beamte wurden leicht verletzt, das gab das Krankenhaus der Stadt bekannt.

AP/DPA/kbe

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