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Motorrad-WM Stefan Bradl ist vorzeitig Weltmeister


Motorradrennfahrer Stefan Bradl hat vorzeitig den WM-Titel in der Moto2-Klasse gewonnen. Sein einzig verbliebener Rivale, Marc Marquez, trat aus Verletzungsgründen in Valencia nicht an.

Deutschland hat nach 18 Jahren wieder einen Motorrad-Weltmeister. Der Zahlinger Stefan Bradl wurde am Samstag in Valencia vorzeitig Titelträger in der Moto2-Klasse, da sein letzter verbliebener Rivale Marc Marquez aus Verletzungsgründen nicht mehr zum Qualifikationstraining antreten konnte. Der Spanier hätte am Sonntag unbedingt gewinnen müssen, um doch noch Champion werden zu können. Bradl hätte in diesem Fall allerdings höchstens 14. werden dürfen.

Um den Start von Marquez hatte es bis zuletzt Irritationen gegeben. Mehrfach wurde ein Startverzicht angekündigt - allerdings mit dem Hinweis, vielleicht gäbe es noch eine "Wunderheilung". Der Spanier hatte sich beim Sturz vor zwei Wochen in Sepang (Malaysia) eine Gehirnerschütterung sowie eine Schulterverletzung zugezogen. Bis zum Samstag litt er noch unter Gleichgewichtsstörungen, sah auf einem Auge doppelt.

Bradl hatte sich von dem Hin und Her nicht beeindrucken lassen und bereits am Freitag im Training konzentriert gearbeitet. Als erster Deutscher nach Dirk Raudies 1993 darf er sich nun als Weltmeister feiern lassen. Vor 20 Jahre hatte sein Vater Helmut Bradl mit dem zweiten Platz in der WM den bislang größten Erfolg in die Familienchronik geschrieben.

DPA DPA

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