HOME

Nachspiel zum Elfmeter-Krimi: 1. FCK legt Protest beim DFB ein

Reaktion auf ein "ganz bitteres Fußball-Erlebnis": Der 1. FC Kaiserslautern fühlt sich durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung benachteiligt und hat nun beim DFB Protest eingelegt.

Der Elfmeter-Krimi des 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz 05 hat ein sportgerichtliches Nachspiel. Die "Roten Teufel" legten am Donnerstag fristgerecht Protest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen die Wertung des 3:4 im Elfmeterschießen ein. Grund: Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) hatte am Dienstag beim Elfmeter von Ferydoon Zandi nicht auf Tor erkannt. Die Fernseh-Bilder zeigten allerdings, dass der Ball mit vollem Umfang die Torlinie überschritten hatte.

"Gerade von Seiten der Gremien, der Fans und der Vereins- Mitglieder ist mit Nachdruck eine solche Reaktion eingefordert worden", begründete der FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi den Schritt vor die DFB-Instanz. "Man muss sich vor Augen halten, wie folgenschwer es für den FCK in sportlicher wie finanzieller Hinsicht ist, dass eine nicht nachzuvollziehende Fehlleistung geboten und eine so gravierende Benachteiligung ausgelöst wurde", sagte der Chef des Bundesliga-Schlusslichts.

"Alle Möglichkeiten erörtern und prüfen"

Während die Lauterer aus dem Pokal ausschieden, tritt Rivale Mainz am 24. Januar beim deutschen Rekordmeister Bayern München an. Jäggi bezeichnete das Ausscheiden auf diese Weise als "ganz bitteres Fußball-Erlebnis".

In ihrer Presseerklärung wiesen die Lauterer ausdrücklich darauf hin, "dass mit dem Protest keineswegs die Autorität der Schiedsrichter und die Tatsachenentscheidung an sich in Frage gestellt werden sollen". Vielmehr wolle der Verein einen Beitrag zu einer intensiven Auseinandersetzung leisten, ob ausgereifte technische Hilfsmittel die schwierige Aufgabe der Unparteiischen unterstützen können. Jäggi: "In einer Zeit, in der im Fußball so viel von einer richtigen oder falschen Entscheidung abhängen kann, sollten alle Möglichkeiten erörtert und geprüft werden."

Kurz nach dem Spiel hatte FCK-Coach Wolfgang Wolf den Referee und seine Assistenten heftig kritisiert. "Das müssen die doch sehen, dass der Ball drin war. Es wäre das 3:0 gewesen, und wir wären, glaube ich, in der nächsten Runde gewesen", sagte Wolf. Absicht hatte er den Unparteiischen jedoch nicht unterstellen wollen. "Ich kann auch verlieren, muss mich aber fragen, wohin die geschaut haben. Sie haben geschlafen und einen verdammt schlechten Job gemacht."

DPA / DPA

Wissenscommunity