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Real-Boss: "Beckham hat uns verarscht"

Zwischen Real Madrid und David Beckham geht gar nichts mehr. Während die "Königlichen" dem verblassten Star schlechten Stil vorwerfen und ihn rausekeln wollen, spielt dieser die beleidigte Leberwurst. Die Zeichen stehen auf einen schmutzigen, aber vor allem vorzeitigen Abschied.

Von Klaus Bellstedt

Wetten Sie gerne? Wenn ja, dann sollten sie schnellstmöglich viel Geld in die Hand nehmen und das übers Internet bei englischen Wettanbietern auf einen vorzeitigen Abschied David Beckhams bei Real Madrid setzen. Der steht nämlich unmittelbar bevor. Seit "Becks" vor Tagen per Videokonferenz seinen Wechsel in die amerikanische Major League Soccer zu den LA Galaxy verkündet hat, herrscht eine Art verbaler Kleinkrieg zwischen den "Königlichen" und dem "Spice Boy". Es scheint so, also würden beide Seiten die vorzeitige Trennung vorantreiben.

Real Madrids Präsident Ramon Calderon brachte am Montagabend in einem Interview mit dem spanischen Fernsehen seinen ganzen Frust über die Art und Weise wie der Beckham-Deal zu den Amis über die Bühne gegangen ist zum Ausdruck: "David hat uns doch schon monatelang verarscht. Er hat uns nie erzählt, dass er sich anscheinend schon lange ein Haus in LA gekauft hat. Das ist ganz schlechter Stil", schimpfte der mächtige Real-Boss. Einmal in Rage legte Calderon weiter nach: "Ich fand es abscheulich, wie er sich selbst per Videokonferenz in Szene gesetzt hat und seinen Wechsel verkündet hat.

Beckham schon im April in LA?

Beckham selbst, der bei Reals Trainer Fabio Capello unten durch ist und nicht mehr zum ersten Team gehört, beteiligt sich derzeit nur indirekt an der verbalen Schlammschlacht. Über einen engen Vertrauten ließ er via "The Sun" verlauten, dass er sehr enttäuscht sei über die Reaktion seines jetzigen Vereins auf seinen angekündigten Wechsel. "Capello hat bis heute nicht den Anstand gehabt, David den Grund für seine Verbannung aus der Stammelf zu nennen. Wohl aber hat der Trainer es jedem Journalisten in die Blöcke diktiert", so der Beckham-Freund.

Kaum vorstellbar, dass sich beide Seiten bis zum Ende der laufenden Saison doch noch zusammenraufen werden, um sich schiedlich-friedlich voneinander zu trennen. Stattdessen sprechen alle Anzeichen dafür, dass David Beckham nun doch schon ab April, wenn die neue Saison in der MLS beginnt, für LA Galaxy die Fußballschuhe schnüren wird. Die Verantwortlichen von Real Madrid würden das ohne Frage begrüßen. Warum? Weil es um mächtig viel Geld geht.

MLS-Boss will den "Spice Boy" sofort

Die "Königlichen" würden nur allzu gerne ein Teil von Beckhams 9-Millionen-Gehalt einsparen. Zudem würden sie bei einem vorzeitigen Wechsel von "Becks" noch im Januar eine stattliche Gebühr von über fünf Millionen Euro von der amerikanischen MLS kassieren. Deren Chef Don Garber freut sich jedenfalls schon auf den "Spice Boy": "Wir wollen ihn sofort haben. Und ich weiß auch, dass David eher kommen möchte." Na dann... let's go west!

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