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Referee-Schelte: Schuster disst deutschen Star-Schiri

Real Madrids Trainer Bernd Schuster hat sich nach der 1:2-Niederlage seines Team im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim AS Rom den deutschen Star-Schiedsrichter Herbert Fandel vorgeknöpft. "Der Referee hat es nicht verdient, mein Landsmann zu sein", motzte der "Blonde Engel".

"Fandel war ein Heimschiedsrichter. Er war bei den Fouls einseitig und zeigte unseren Fußballern Gelbe Karten für Vergehen, die er auf der Gegenseite durchgehen ließ", so ein erzürnter Schuster. Damit wolle er den Bundesliga-Referee nicht für Reals Niederlage verantwortlich machen. "Er hat mir jedoch überhaupt nicht gefallen", sagte Schuster. "Fandel pfiff ziemlich schlecht. Aber das tut er auch in der Bundesliga." Dies wisse er, weil er sich häufig Bundesligaspiele im Fernsehen anschaue, betonte der Real-Trainer.

Schusters Team erwischt im Römer Olympiastadion einen sehr guten Start. Schon nach acht Minuten gelang Raul die Führung für Madrid. Der Offensivmann fälschte einen Schuss von Guti ins Römer Tor ab. Die Hausherren schlugen aber noch in der ersten Hälfte zurück.

Nach einem von Roms neuem Rekord-Europapokalspieler Francesco Totti eingeleiteten Angriff gelang David Pizarro (24.) der Ausgleich. Totti leistete schließlich auch die Vorarbeit für den Siegtreffer durch Mancini (58.). Da nützte Madrid auch ein spielerisches Übergewicht und bessere Chancen nichts.

Die spanische Presse dagegen hatte am deutschen Unparteiischen übrigens wenig auszusetzen. "Fandel war ein korrekter Schiedsrichter", meinte das Sportblatt "Marca". "Ein Fehler allerdings war, dass er Reals Mittelfeldspieler Mahamadou Diarra nicht vom Platz gestellt hat."

kbe

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