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Regionalliga West: Aachener Torwart von eigenem Fan ins Gesicht geschlagen

Unmittelbar nach der 0:2-Niederlage gegen Oberhausen war Frederic Löhe von einem Fan attackiert worden. Jetzt hat der Keeper Strafanzeige gestellt. Aachener Fans halfen bei der Ermittlung des Täters.

Nach der Attacke eines Zuschauers gegen den eigenen Torhüter hat Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen den Täter schnell ermittelt und ein Stadionverbot ausgesprochen. Kurz nach der 0:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen wurde Aachens Schlussmann Frederic Löhe von einem Fan attackiert und erhielt aus der Menge eine Ohrfeige. Wie der Club mitteilte, sei durch das Eingreifen anderer Fans der Täter identifiziert worden. Torhüter Löhe werde bei der Polizei Aachen eine Strafanzeige stellen, hieß es weiter.

"Das kann einfach nicht sein, wir sind hier in einem falschen Film. Wenn ein Spieler, der sich den Fans stellt, geschlagen wird, stimmt etwas ganz gewaltig nicht", sagte Alemannia-Trainer Peter Schubert. Auch Löhe war fassungslos: "So etwas hat es noch nie gegeben", meinte der Torwart.

Nach der Heimniederlage gegen RWO hatten sich einige Aachen-Spieler dem Dialog mit aufgebrachten Anhängern der Alemannia gestellt. Direkt danach soll sich der Vorfall ereignet haben. Schon während des Spiels war die Stimmung brenzlig. Auf einem Spruchband war zu lesen: "Ehret das Dreieck mit letzten Willen, dann werden wir wieder singen. Andernfalls - so sieht's aus - ziehen wir euch die Trikots aus." Aachen steht in der Regionalliga West mit 15 Punkten auf Platz 13.

ins/DPA / DPA

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