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Shaun Wright-Philipps: Beckham II.

Shaun Wright-Philipps gehört mit seinen 24 Lenzen sicher nicht mehr zu den Supertalenten der Premier League, und auch im "Three-Lions-Trikot" der englischen Nationalmannschaft gibt es mit Darren Bent oder Wayne Rooney jüngere Stars. Nichtsdestotrotz: Der dunkelhäutige Spätzünder vom FC Chelsea hat immer noch eine große Zukunft vor sich.

Zu seiner Anfangszeit bei Manchester City (seiner zweiten Profi-Station nach einem Engagement bei Nottingham Forest) hatte er noch keinen eigenen Namen. Klar, in seinem Pass schon. Doch wenn von Shaun Wright-Phillips die Rede war, sprachen alle nur vom "Sohn des ehemaligen Arsenal-Stars Ian Wright". Das ist Geschichte. Heute weiß jeder um das Talent des Filius - und um dessen eigene Persönlichkeit. Shaun Wright-Phillips - er ist einer der herausragenden Spieler der Premier League. Mit seinen Toren, seiner überragenden Technik, seiner Schnelligkeit und seiner brillanten Übersicht hat er sich innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Chelsea-Fans gespielt. Seit der Saison 2005/2006 trägt der Mittelfeldspieler das begehrte Jersey der Mannschaft, die ihre Heimspiele an der legendären Stamford Bridge austrägt. Für den Transfer Wright-Philipps von Manchester City zum FC Chelsea musste Klub-Eigner Roman Abramowitsch die Schatulle ganz weit aufmachen. 30 Millionen Euro ließ sich der betuchte Russe das bereits fertig geschliffene Juwel kosten.

Duo-Infernale Beckham/Wright-Philipps

Bei Chelsea hat Shaun Wright-Philipps den Durchbruch längst geschafft, in der englischen Nationalmannschaft ist das schon schwieriger. Kein geringerer als Kapitän David Beckham bekleidet im Team von Coach Sven-Göran Erikson seine Position. Und es gibt nicht wenige Fans, die ihn anstelle von "Becks" öfter im rechten Mittelfeld der Nationalelf sehen würden. Gleich in seinem ersten Einsatz für England, beim 3:0 gegen die Ukraine im August 2004, hatte der Mittelfeldspieler mit einem Traum-Tor aus 25 Metern geglänzt. Wer ihn in der Liga regelmäßig sieht, weiß: Spektakuläre Treffer dieser Art sind kein Zufall. Für seinen ehemaligen Coach Kevin Keegan gehört Shaun Wright-Philipps "zu den besten fünf Spielern der Welt". Die WM 2006 kommt für den Adoptivsohn von Ian Wright genau zum richtigen Zeitpunkt. Wäre da nur nicht das "Problem" David Beckham. Dass sie es auf der rechten Seite aber auch gemeinsam können, haben die beiden Edeltechniker schon bewiesen. Im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales Anfang September standen Wright-Philipps und Beckham in der Startelf. England gewann 1:0, und die Fans sprachen noch lange nach Spielschluss von den unglaublichen Tempodribblings auf der rechten Seite. So etwas hatten sie schon lange nicht mehr gesehen.

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