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Vorwurf der Brandstiftung: Staatsanwaltschaft klagt Bayernprofi Breno an

Vor sieben Monaten sorgte der Brand in Brenos Villa in Grünwald für Schlagzeilen. Schnell rückte der Bayernprofi ins Visier der Staatsanwaltschaft Jetzt hat sie Klage gegen den Verteidiger erhoben.

Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen FC-Bayern-Spieler Breno wegen schwerer Brandstiftung erhoben. Breno werde vorgeworfen, im September im betrunkenen Zustand vorsätzlich seine von ihm gemietete Villa in Grünwald angezündet und so einen Sachschaden in Höhe von einer Million Euro verursacht zu haben, teilte die Anklagebehörde am Mittwoch mit. Sollte der 22-jährige Brasilianer verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens 15 Jahren.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht, soll der 22-Jährige bei der Tat alkoholisiert gewesen sein. Vermutlich seien Feuerzeuge verwendet worden, die Breno danach laut Zeugenangaben an Rettungsdienstkräfte gegeben habe.

Laut Anklage auch Frau und Kinder gefährdet

Die Staatsanwaltschaft wirft Breno auch vor, eine Gefährdung des Lebens seines Managers, seiner Frau und seiner Kinder in Kauf genommen zu haben. Er habe sich zwar zum Zeitpunkt der nächtlichen Brandstiftung alleine in dem Haus befunden. Er habe aber nicht sicher sein können, dass die Genannten nicht zwischenzeitlich in das Gebäude zurückkehren würden. Zu diesem Schluss kam die Staatsanwaltschaft auch, weil Breno sich bei den Löscharbeiten bei einem Polizisten erkundigt habe, wo denn seine Kinder seien.

Breno hatte nach der Brandstiftung fast zwei Wochen in Untersuchungshaft verbracht. Er verweigert bisher jede Aussage zu den Vorwürfen und befindet sich derzeit auf freiem Fuß. Vom FC Bayern hieß es nur, dies sei Angelegenheit von Breno und seinem Anwalt. Man werde den Brasilianer aber weiterhin vollumfänglich unterstützen.

Brenos sportliche Karriere ist derweil ins Stocken geraten: Seit einem Kreuzbandriss vor zwei Jahren wurde der auch zurzeit nicht einsatzfähige Verteidiger immer wieder von Knieproblemen zurückgeworfen. Sein Vertrag mit dem FC Bayern endet nach dieser Saison, der Club will den Kontrakt nicht verlängern. Zuletzt gab es Spekulationen, er könnte zu Lazio Rom nach Italien wechseln. Die Bayern hatten Breno Anfang 2008 für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro vom FC Sao Paulo verpflichtet.

mad/AFP / AFP

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