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Weihnachtskalender: Adventsschreck auf Schalke

Diego statt Kuranyi, Naldo statt Bordon: In der besinnlichen Vorweihnachtszeit hat sich der Fußballgott mit einigen Schalke-Fans einen bösen Scherz erlaubt. Im Adventskalener für die Anhänger der Königsblauen waren lachende Werder-Stars drin.

Von Tim Schulze

Der Fußballfan will auch in der besinnlichen Zeit nicht auf seine Lieblinge verzichten. Deshalb ist es nur richtig, wenn ein Club wie Schalke 04, dessen Fans als besonders leidenschaftlich und leidensfähig gelten, einen Schalke-Adventskalender herausbringt. Aber was für eine böse Überraschung mussten die königsblauen Anhänger erleben, als sie nichtsahnend die Türchen öffneten...

"Wir waren total geschockt. Sofort haben wir auch hinter die nächsten Türchen geschaut - überall kamen Bremer zum Vorschein", sagte Tobias Schweißer der "Bild"-Zeitung. Horror, Schock, Untergang: Nur Werder-Stars im Schalke-Kalender, die den paralysierten Fans da fröhlich entgegen grinsten.

Die Italiener sind schuld

Aber wie konnte so etwas passieren? Die Italiener sind schuld - wie so oft im Fußball. "Die Kalenderschachteln für Werder und Schalke wurden in der Nähe von Mailand produziert. Dabei kam es leider zu einem Druckfehler. In etwa einem Promille der 40.000 Schalke-Kalender stecken Spieler von Werder - eine echte Rarität also", klärt der Inhaber der deutschen Vertriebsfirma, Christian Thoben, auf.

Wenn das mal nicht ein böses Omen ist. Schließlich ist der Konkurrent von der Weser den Möchtegern-Meistern in der Tabelle bereits acht Punkte enteilt. Die Schalker befinden sich im Moment mal gerade auf dem 6. Tabellenplatz. Das reicht für den UI-Cup. Für die Ansprüche der Gelsenkirchener und ihrer Fans reicht es nicht. Die letzten vier Spiele der Hinrunde wollten sie gewinnen, hatten sie sich vorgenommen. Sie wollen oben wieder "angreifen". Zweimal hat das jetzt geklappt. Man kann nur hoffen, dass sich Mannschaft und Fans durch den Kalender-Schock vor den Spielen gegen Frankfurt und Nürnberg nicht aus dem Tritt bringen lassen. Für die Schalker Fanseele wären 12 Punkte zum Ende der Hinrunde ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Und außerdem: Stellen Sie sich mal vor, im Schalker Adventskalender wären die Spieler des verhassten Erzrivalen Borussia Dortmund drin gewesen. Nicht auszudenken!

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