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Olympia-Bewerbung München 2018: Mit Kati Witt gegen die Zweifler

In Garmisch-Partenkirchen rührt sich der Widerstand gegen die Olympia-Bewerbung 2018. Die Landwirte sperren sich gegen eine zeitweilige Verpachtung ihres Landbesitzes, da sie erhebliche Umweltschäden befürchten. Nun versucht die ehemalige Spitzen-Eiskunstläuferin Kati Witt im Streit zu vermitteln.

Nach der Krisenwoche bei Münchens Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 hat Katarina Witt zu mehr Geschlossenheit gemahnt. "Manchmal knirscht es eben, aber man sollte nicht die Welt dazu einladen", sagte die Vorsitzende des Kuratoriums der Bewerbungsgesellschaft am Samstagabend bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises in München. "Wir stehen international sehr gut da", meinte die ehemalige Spitzen-Eiskunstläuferin, "jeder weiß, dass wir in Deutschland großartige Wettbewerbe veranstalten können."

In der vergangenen Woche hatte Bewerbungschef Willy Bogner mit einem an die Öffentlichkeit geratenen Brandbrief und einer Rücktrittsdrohung für erhebliche Irritationen gesorgt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer bekräftigte am Samstag erneut die Unterstützung der Politik. "An uns, am Freistaat Bayern und an der Landeshauptstadt München wird die Bewerbung auf keinen Fall scheitern", sagte Seehofer.

Kritik wurde unterdessen an Karl-Heinz Rummenigge, dem Vorstands- Vorsitzenden von Bayern München, laut. "Solche Äußerungen sind alles andere als hilfreich", rügte der Bürgermeister von Garmisch- Partenkirchen, Thomas Schmid, im Nachrichtenmagazin "Focus" den Bayern-Boss. Rummenigge hatte in der vergangenen Woche Garmischer Grundstückseigentümer als "Quertreiber in Alpennähe" bezeichnet, weil sie sich gegen die zeitweilige Verpachtung ihres Landbesitzes für die Winterspiele 2018 sperren.

SID / SID

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