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Die Sportwelt rätselt: Wird Gretzky Vancouver 2010 eröffnen?

Am Abend vor dem Auftakt der großen Olympia-Show rätselt ganz Kanada und die halbe Sportwelt: Wird Wayne Gretzky an diesem Freitagabend (Ortszeit) die Flamme im BC Place Stadium von Vancouver entzünden?

Die Organisatoren der XXI. Winterspiele schweigen hartnäckig, die Spekulationen schießen ins Kraut. Unvorstellbar ist es jedenfalls, dass die Eishockey-Legende bei der Super-Party keine prominente Rolle spielen wird. Begleitet vom Jubel der sportbegeisterten Kanadier erreichte der olympische Fackellauf nach 105 Tagen die Olympia-Stadt.

Das erstmals in der Halle stattfindende Spektakel im weiter verregneten Vancouver wollen sich 25 deutsche Athleten aus dem Olympia-Bergort Whistler vor Ort anschauen. Dies teilte der Chef de Mission Bernhard Schwank mit. Theoretisch könnten alle 153 deutsche Sportler und sechs Offizielle in das BC Place Stadium einmarschieren.

Angeführt wird die deutsche Mannschaft beim Einmarsch der Nationen von Fahnenträger und Bob-Olympiasieger André Lange. Definitiv fehlen werden neben vielen anderen Athleten, die sich auf ihre Starts vorbereiten wollen, auch die Eiskunstlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. "Wir wären gern dabei, wollen uns aber voll auf den Wettkampf konzentrieren", sagte Szolkowy. Der Paarlauf- Wettbewerb beginnt am Sonntag mit dem Kurzprogramm.

Das Doping-Thema begleitete die Spiele weiter. Erst erwies sich die zunächst höchst brisante Meldung von mehr als 30 positiv getesteten und ausgeschlossenen Athleten als Sturm im Reagenzglas, dann kam die russische Eishockey-Spielerin Swetlana Terentewa mit einer Verwarnung davon. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, wurde bei einer Trainingskontrolle in ihrem Urin die Substanz Tuaminophetan analysiert. Da dieses Stimulanzmittel im Wettbewerb, aber nicht im Training verboten ist, erhielt die Russin nur eine Verwarnung und darf am olympischen Turnier teilnehmen.

Terentewa hatte angegeben, zur Behandlung einer Erkältung im Januar das Mittel Rhinofluimucil verschrieben bekommen, mit der Einnahme aber am 3. Februar aufgehört zu haben. Sie habe gewusst, dass diese Substanz vom 4. Februar, dem Beginn der Doping-Kontrollen bei den Winterspielen, verboten ist. Bei der Öffnung ihrer am 6. Februar abgegebenen Doping-Probe waren aber noch Reste des Mittels entdeckt worden. "Die Athletin war total kooperativ", hieß es in der IOC-Mitteilung.

Marc Zeilhofer und Gabriele Chwallek, DPA / DPA

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