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Geher Yohann Diniz: Französischer Goldfavorit ignoriert Durchfälle und Blutungen

Der Franzose Yohann Diniz bekommt mitten im Rennen über 50 Kilometer Gehen Magenprobleme. Ans Aufgeben denkt er nicht.

Yohann Diniz: Der französische Weltrekordler im Gehen erlebte in Rio ein Drama.

Yohann Diniz: Der französische Weltrekordler im Gehen erlebte in Rio ein Drama.

Yohann Diniz lief allen davon, er führte überlegen im Rennen über die 50 Kilometer Gehen, hatte zeitweise 1,30 Minuten Vorsprung. Der Franzose hält seit 2014 den Weltrekord über die Distanz, er war der große Favorit auf Gold in Rio. Er war also auf Kurs. Doch plötzlich läuft etwas komplett schief.

Diniz wird von Krämpfen heimgesucht, allerdings nicht Waden- sondern Magenkrämpfen. Mitten im Rennen plagen ihn Durchfälle. Diniz ignoriert sie zunächst, die TV-Kameras zoomen an seine Oberschenkel. Dort laufen Durchfall und Blut herunter. Diniz geht einfach weiter, schnappt sich Schwämme, um seine Schenkel zu trocknen. Doch das geht nicht lange gut.

Yohann Diniz: Zusammenbrüche ignoriert 

Der Körper streikt, und der Franzose klappt mitten im Lauf zusammen. Ans Aufgeben denkt Diniz dennoch nicht. Mehrmals lässt er sich behandeln, pausiert, trinkt, quält sich. Und am Ende schafft er es tatsächlich ins Ziel. Nicht als erster, aber immerhin als achter. Nur knapp sechs Minuten langsamer (3:46:43 Stunden) als Goldmedaillen-Gewinner Majek Toth (3:40:58 Stunden) aus der Slowakei.

Die Zuschauer reagieren verwundert und schockiert auf die Aktion: "Warum nimmt der Rennarzt den Franzosen nicht raus? Unverantwortlich.", schreibt Nutzer @Snugata auf Twitter. Und @vun_allem_ebbes sagt: "Was Yohann Diniz da beim 50 km Gehen macht, kann ja auch nicht gesund sein. Mein lieber Mann."


feh
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