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Pyeongchang 2018: Sei bitte zufrieden, liebe Lindsey! So lief die Olympia-Nacht

Die deutschen Kombinierer feiern ihren Dreifach-Triumph im deutschen Haus. Lindsey Vonn verpasst ihr großes Gold-Ziel und ist "traurig". Dazu: Was heute wichtig wird. Der Olympia-Überblick.

US-Superstar Lindsey Vonn war mit dem dritten Rang nur bedingt zufrieden

"Nur" Bronze? US-Superstar Lindsey Vonn war mit dem dritten Rang nur bedingt zufrieden

Was in der Nacht passiert ist, und was der Tag uns bringt - der Überblick:

+++ Hier geht es zum Live-Ticker mit allen Infos und dem Medaillenspiegel +++

So lief es für die deutschen Athleten

Sagen wir es erstmal so: Es gab in der Nacht keine deutsche Medaille. Viktoria Rebensburg hatte sich in der Abfahrt der Damen durchaus Hoffnungen gemacht, noch eine letzte Olympia-Medaille zu gewinnen. Am Ende landete sie auf Rang neun. Ihre Lieblingsdisziplin bleibt also der Riesenslalom - in diesem Jahr verpasste sie die Medaille als Vierte nur knapp. Das deutsche Ski-Alpin-Team ist dennoch nicht zufrieden. Bislang hat die Mannschaft noch keine Medaille in Pyeongchang geholt. Neben Rebensburg trat Kira Weidle in der Abfahrt an - sie wurde Elfte. Neben den Abfahrts-Damen waren auch schon die Skicrosser unterwegs. Für alle drei Deutschen lief es allerdings mäßig. Sie schieden im Achtelfinale aus. Der zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählende Paul Eckert scheiterte damit ebenso bereits in der ersten K.o.-Runde wie Tim Hronek und Florian Wilmsmann. Eckert wurde nur Dritter seines Laufs. Der 27-Jährige hatte bei der Olympia-Generalprobe im kanadischen Nakiska seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Auch Tim Hronek schied als Dritter aus, Florian Wilmsmann wurde nur Vierter und damit Letzter. "Das ist jetzt bitter, aber es ist manchmal schnell vorbei", sagte Hronek im ZDF. Jeweils die besten zwei Skicrosser eines Laufs ziehen in die nächste Runde ein.

Die Entscheidungen

In der Nacht gab es zwei: Die Abfahrt der Damen gewann die Italienerin Sofia Goggia vor der Norwegerin Ragnhild Mowinckel. Superstar Lindsey Vonn wurde Dritte. Beim Skicross der Herren siegte der Kanadier Brady Leman vor Marc Bischfberger aus der Schweiz. Sergej Ridsik aus Russland gewann Bronze. 

Die Partyfotos der Nacht

Die deutschen Kombinierer: Wer alle drei Medaillen einsackt, darf auch feiern. Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle ließen es im deutschen Haus krachen.


Der Aufreger der Nacht

Oh my God, Lindsey Vonn, the US-Queen of Downhill-Skiing, hat nicht die Abfahrt gewonnen, kein weiteres Olympia-Gold nach dem Super-G in Vancoucer. Dabei hatte sie sich doch so unter Druck gesetzt. Dabei war sie doch so auf den "Triumph" in ihrer Paradedisziplin fixiert gewesen. Hatte ihre Knie extra in Olympia-Form gebracht. UND DANN KEIN SIEG? Nach dem Lauf kullerten dann auch die Tränen beim US-Superstar. "Das macht mich traurig, ich lieben meinen Sport", sagte Vonn nach dem Rennen. Vielleicht sollte ihr jemand sagen, dass olympisches Bronze ziemlich spitze ist - und gerade enge Rennen wie die Abfahrt eben manchmal durch winzige Fehlerchen beeinflusst werden. Man kann nicht immer perfekt sein, Frau Vonn! Aber gut, "stolz" war sie dann ja zum Glück doch. Ihr Abschlussstatement verriet allerdings viel darüber, wie sie tickt. "Die letzten acht Jahre waren sehr schwierig. Ich bin froh über Bronze", sagte sie, doch dann fügte sie noch den Satz hinzu: "obwohl Gold natürlich besser ist."

Was heute noch ansteht

Die deutschen Athleten blicken am heutigen Mittwoch wieder voller Vorfreude in den Eiskanal. Im Zweierbob der Damen stehen die letzten Läufe an. Und Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz liegen nach zwei Läufen an der Spitze. Sie könnten das 12. Gold für Deutschland holen. Vielleicht gibt es ja auch gleich mehrere Medaillen. Stephanie Schneider und Annika Drazek liegen aktuell auf Rang Drei. In der Loipe stehen ebenfalls Entscheidungen an. Im Teamsprint der Herren und der Damen träumen Nicole Fessel und Sandra Ringwald genauso wie Sebastian Eisenlauer und Thomas Bing vom Edelmetall. Doch das wird schwer gegen die Übermacht aus Norwegen und Schweden. 

Zum ersten Mal seit 16 Jahren steht zudem eine deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im olympischen Viertelfinale. Sollte die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm auch gegen Schweden gewinnen, winkt der größten Erfolg seit dem Gewinn von Olympia-Bronze im Jahr 1976. Das Duell startet um 13.15 Uhr.

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