Australian Open Schwarzer Tag für deutsche Asse


Die deutschen Tennis-Stars haben sich früh von den Australian Open verabschiedet. Tommy Haas verlor den Kampf gegen die Hitze, Rainer Schüttler verpasste die Revanche gegen André Agassi.

Nach Nicolas Kiefer sind jetzt auch Tommy Haas, Rainer Schüttler und Björn Phau früh bei den Australian Open ausgeschieden. Der Hamburger Haas verlor in der zweiten Runde 7:5, 6:2, 2:6, 6:7 (5:7), 3:6 gegen den Slowaken Karol Beck und war dabei ab dem dritten Durchgang wegen der Hitze von mehr als 30 Grad nicht mehr im vollen Besitz seiner Kräfte. Haas scheiterte als siebter von zwölf gestarteten deutschen Teilnehmern.

Der Krombacher Schüttler konnte seine Zweitrunden-Partie gegen André Agassi nicht zur erhofften Revanche für das verlorene Australian Open-Finale 2003 nutzen. Genau wie damals war der Deutsche auch diesmal ohne Chance gegen den Amerikaner und unterlag am Ende klar in drei Sätzen mit 3:6, 1:6, 0:6.

Haas verspielt 2:0-Satzführung

Haas schien gegen Beck einem glatten Sieg entgegen zu steuern. Doch der zweimalige Halbfinalist von Melbourne, der sich am Jahresanfang eine Leistenverletzung zugezogen hatte, konnte sich plötzlich nicht mehr wie gewohnt bewegen und fühlte sich matt. Sein Körper habe aufgehört, wie gewünscht zu arbeiten, erklärte Haas.

Im vierten Satz holte er zwar noch einmal einen 3:5-Rückstand auf und war im Tiebreak beim 5:5 nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Doch auch nachdem er sich etwas erholt hatte, unterliefen dem 26-Jährigen zu viele Fehler. Beck schaffte im fünften Satz das entscheidende Break zum 5:3 und feierte im zweiten Vergleich nach 3 Stunden und 32 Minuten gegen Haas seinen ersten Erfolg.

Den ersten deutschen Sieg schaffte am dritten Turniertag Anna-Lena Grönefeld. Die 19-Jährige aus Nordhorn gewann 6:2, 7:6 (7:2) gegen die vorjährige Halbfinalistin Fabiola Zuluaga aus Kolumbien und stellte dabei ihr Talent unter Beweis. Grönefeld steht erstmals unter den letzten 32 bei einem Grand-Slam-Turnier und trifft als nächstes trifft auf Vera Duschewina, der im rein russischen Vergleich gegen Vera Zwonarewa mit 6:3, 6:3 auch eine Überraschung gelang. In der Vorwoche bezwang Grönefeld ihre nächste Kontrahentin beim WTA-Turnier in Canberra.

Favoriten ohne Probleme weiter

Trotz mancher Schwierigkeiten erreichten die ersten Favoriten die dritte Runde. Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland siegte 4:6, 6:0, 6:3 gegen Lindsay Lee-Waters aus den USA. Die an Nummer zwei gesetzte Französin Amélie Mauresmo setzte sich 2:6, 6:1, 6:0 gegen die Russin Dinara Safina durch. Leichter tat sich Serena Williams beim 6:3, 6:0 über Dally Randriantefy aus Madagaskar. US-Open-Siegerin Swetlana Kusnetsowa aus Russland war beim 6:2, 6:0 über die Französin Marion Bartoli nichts von der Aufregung um ihren positiven Doping-Befund in Belgien anzumerken.

DPA DPA

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