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Basketball: ALBA Berlin zu hoher Geldstrafe verurteilt

ALBA Berlin kommt der Streit mit dem ehemaligen Spieler Hollis Price teuer zu stehen. Der Bundesligist muss dem im Februar 2011 fristlos entlassenen Spielmacher das ausstehende Gehalt in Höhe von knapp 65.000 Euro nachzahlen. Dies beschloss das Basketball Arbitral Tribunal – In Berlin reagierte man geschockt.

ALBA Berlin muss seinem ehemaligen Spieler Hollis Price Gehälter und Prämien nachzahlen. Das Basketball Arbitral Tribunal (Bat) verurteilte den achtmaligen deutschen Meister zu einer Zahlung von 85.000 Dollar (64.757 Euro). Zusammen mit Prozesskosten und Auslagen ergeben sich für ALBA Kosten von gut 82.000 Euro.

Price war im Jahr 2011 von den Berlinern fristlos entlassen worden, da er nach Aussagen des Clubs das Training geschwänzt habe. Dieser Darstellung widersprach der Amerikaner, der in der Saison 2005/06 mit dem Hauptstadtclub den Pokalsieg gefeiert hatte.

In seinem Vertrag hatte Price im Jahr 2010 eine Klausel aufnehmen lassen, dass sich ALBA im Streitfall dem Bat in Genf stellen muss. "Das steht bei vielen Spielern im Vertrag. Bislang gab es damit auch keine Probleme", sagte Berlins Manager Marco Baldi der Bild.

Unterirdisches Niveau

Price klagte sein monatliches Netto-Gehalt von 20.000 Dollar (15.237 Euro) bis zum Vertragsende am 30. Juni 2011 ein. Zudem forderte er die Prämien für das Erreichen des Halbfinals und Finals um die deutsche Meisterschaft (jeweils 10.000 Dollar netto/7618 Euro).

"Das Niveau dieses Falls ist unterirdisch. Ein deutsches Gericht hätte das komplett anders gesehen. Juristisch kann man damit so nicht umgehen", sagte Baldi, "der Richter sitzt auf den Philippinen oder sonst wo, hat keine Ahnung. Das Schlimmste, es gibt kein Rechtsmittel dagegen."

Richter Raj Parker glaubte Price, dass ihm niemand gesagt habe, wann Training sei. Seine Freundin bezeugte zudem, dass Price die Abmahnung und Kündigungsdrohung nicht rechtzeitig erhalten habe.

sportal.de / sportal
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