Bayern München Klinsmann will die Bayern umkrempeln


Schlafgemächer für die Profis, drohendes Abseits für die Fans: Bayerns neuer Trainer Jürgen Klinsmann will den Acht-Stunden-Tag und mehr Ruhe für die Profis. Die Fans müssen leider draußen bleiben. Klinsmanns neuen Chef Rummenigge freuts: "Das ist eine neue Kultur für die Bundesliga."

Der neue Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann will seine Profis verstärkt abschotten und ihnen eine Rundumbetreuung ermöglichen. "Die Spieler sollen hier auf dem Gelände einfach Ruhe finden", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Sport Bild". Das geplante Konzept solle in der kommenden Saison realisiert werden. "Das ist eine neue Kultur für die Bundesliga", sagte Rummenigge. Endgültig entschieden ist bislang aber nur, dass das Clubrestaurant "Insider" auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße im Mai schließen und dem geplanten Freizeit-Bereich für die Profis weichen muss.

Familiäre Bayern

"Wir müssen den veränderten Verhältnissen im Profi-Fußball Rechnung tragen", kündigte Rummenigge an. Die Fans an der Säbener Straße müssen künftig wohl weitgehend draußen bleiben. In der Sommerzeit stehen oft "5000 Fans am Trainingsplatz", das soll nun ein Ende haben, betonte Rummenigge: "Das Stadion ist für die Fans, der Trainingsplatz für die Mannschaft." Denkbar seien öffentliche Trainingseinheiten in der Allianz Arena: "Wir wissen, dass wir uns nicht von den Fans entfernen dürfen. Der FC Bayern ist und bleibt ein sehr familiärer Club", sagte Rummenigge.

"Jürgen möchte einfach alles professionalisieren", sagte der Vorstandschef zu den Plänen von Klinsmann. "Es wird auch Schlafgelegenheiten geben. Einige Profis wohnen weiter draußen, da ist die Fahrt in der Mittagspause nach Hause eine unnötige Strapaze." Der der Acht- Stunden-Tag für Spieler ist etwa bei italienischen Clubs seit langem üblich. "Da bist Du vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee auf dem Trainingsgelände. Dafür werden jetzt die Möglichkeiten geschaffen", sagte Rummenigge.

Kein vorzeitiger Wechsel für Lucio

Der deutsche Rekordmeister erteilte einem frühzeitigen Wechsel von Innenverteidiger Lucio ins Ausland eine definitive Absage. "Er ist ein sehr guter Spieler und solche geben wir nicht ab", sagte Rummenigge. Der 29-jährige Brasilianer hatte vor kurzem mit einem Wechsel ins Ausland kokettiert. "Ich habe schon gesagt, dass mich die Ligen aus Spanien, Italien und England reizen", sagte Lucio. Dem hielt Rummenigge entgegen: "Tatsache ist, dass er einen Vertrag bis 2010 hat und er von uns dafür auch keine Freigabe bekommt."

DPA/SID/ilk DPA

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