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Bizarrer Skandal um US-Football-Star Student outet sich als Te'os tote Freundin


Nach dem Tod seiner Freundin spielt Football-Star Manti Te'o die Partie seines Lebens. Dann kommt heraus: Die Beziehung war nur vorgetäuscht, und die angebliche Freundin war ein Mann.

Einer der bizarrsten Skandale in der Geschichte des US-Sports scheint aufgeklärt: Nach wochenlangem Rätselraten hat sich ein 22-jähriger Student dazu bekannt, den gefeierten US-College-Footballer Manti Te'o getäuscht zu haben. Aus "tiefer romantischer Liebe" habe er fast ein Jahr lang per Telefon und Internet vorgegaukelt, seine Freundin zu sein. Der Football-Star Te'o habe von all dem nichts gewusst, sagte Ronaiah Tuiasosopo im US-Fernsehen.

Geschichte machte Te'o zunächst zum Helden

Te'o hatte in Interviews immer wieder von der Seelenverwandtschaft mit dieser angeblichen Freundin berichtet und war schließlich zum Helden der footballbegeisterten Amerikaner avanciert, als er kurz nach dem Tod seiner - echten - Großmutter und dem - ihm nur vorgetäuschten - Leukämie-Tod der Freundin sein Team mit einer Glanzleistung zu einem der wichtigsten Saisonsiege geführt hatte.

Vor rund zwei Wochen flog die Geschichte auf: Te'o musste zugeben, dass er seine Freundin nie wirklich gesehen, sondern immer nur per Telefon oder Internet mit ihr kommuniziert hatte. US-Medien hatten daraufhin spekuliert, der 19-Jährige habe die Heldengeschichte bewusst inszeniert, um seine Karriere im millionenschweren College-Football zu beschleunigen.

"Ich wollte es beenden"

Te'o, der bis vor Kurzem bei der renommierten Universität Notre Dame spielte und sich derzeit auf seine Profikarriere vorbereitet, hatte aber stets beteuert, einem üblen Scherz aufgesessen zu sein. Das bestätigte der Täter nun. Mit falschem Namen und Fotos einer fremden Frau habe er sich unter dem Pseudonym "Lenny Kekua" Zugang zu seinem Schwarm verschaffen wollen, sagte Tuiasopo.

Schließlich habe er aber den Tod der angeblichen Freundin durch Leukämie vorgetäuscht. "Ich wollte es beenden, weil ich nach allem, was ich durchgemacht hatte, endlich realisiert hatte, dass ich mit meinem Leben weitermachen muss." Te'o, der bereits in der vergangenen Woche in einem Fernsehinterview seine Unschuld beteuert hatte, wollte Tuiasosopos Aussagen nicht kommentieren.

fw/DPA DPA

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