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Boxen: Castillejo entthront Sturm

Profi-Boxer Felix Sturm hat seinen Weltmeistertitel im Mittelgewicht nach Version der Word Boxing Association (WBA) verloren. Der 27 Jahre alte Leverkusener unterlag dem Spanier Javier Castillejo.

Harte Niederlage für Profi-Boxer Felix Sturm: Der 27 Jahre alte Leverkusener unterlag in Hamburg dem Spanier Javier Castillejo durch technischen K.o. in der zehnten Runde und zog sich dabei wahrscheinlich einen Kieferbruch zu. Sturm, der die zweite Niederlage in 27 Profi-Kämpfen hinnehmen musste, hatte den Titel im März gegen den Neuseeländer Maselino Masoe erobert. Für seinen erfahrenen Rivalen war es der 61. Sieg im 67. Kampf.

Sturm kämpfte hart

Die beiden Kontrahenten lieferten sich vor 6000 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch. Der elf Jahre jüngere Sturm verbuchte schon in der ersten Runde einen klaren Treffer mit der Linken. Castillejo zeigte Wirkung, geriet leicht ins Wanken. In der zweiten Runde musste Felix Sturm nach einer Rechten auf die Bretter. Der Leverkusener war schwer angeschlagen, kassierte weitere Treffer, fing sicher aber wieder, fightete.

Der Spanier versuchte, Sturm mit pausenlosen Angriffen zu zermürben. Beide gingen ein hohes Tempo. Sturm übernahm wieder das Zepter, landete immer wieder klare Treffer, begeisterte das Publikum mit Kampfkraft und Kampfgeist. In der zehnten Runde das überraschende Aus für den Titelverteidiger. Nach einem linken Haken zum Kopf und drei aufeinander folgenden Aufwärtshaken des Spaniers brach der Ringrichter den Kampf ab. Ringarzt Professor Walter Wagner: "Wahrscheinlich ist der Kiefer von Felix Sturm gebrochen."

Weitere Titelkämpfe

Im Rahmenprogramm gab es zwei weitere Titelkämpfe. Im Bantamgewicht verteidigte der für Universum boxende Ukrainer Wladimir Sidorenko seinen WBA-Gürtel gegen den Thailänder Poonsawat Kratingdaenggym durch einen einstimmigen Punktsieg nach zwölf Runden (116:112, 120:108, 115:113). Bei der Europameisterschaft im Schwergewicht setzte sich der für den Universum-Ableger Spotlight kämpfende Wladimir Wirtschis (Ukraine) gegen den Italiener Paolo Vidoz durch K.o. in der sechsten Runde durch.

DPA / DPA
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