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Boxen: Hernandez besiegt Cunningham im Kampf um den Cruisergewichtstitel

Nach einem stark umstrittenen ersten Kampf konnte Yoan Pablo Hernandez im Rückkampf beweisen, dass er der wahre IBF-Weltmeister ist. Der Kubaner schlug Steve Cunningham zwei Mal zu Boden, siegte am Ende verdient nach Punkten.

Yoan Pablo Hernandez (26-1-0) konnte Steve Cunningham (24-4-0) durch einstimmige Punktrichterentscheidung (116:110, 116:110, 115:111) besiegen und bleibt somit IBF-Weltmeister im Cruisergewicht .

Nach dem umstrittenen ersten Kampf der beiden Boxer, konnte der Kubaner Hernandez, der von Ulli Wegner betreut wird, rechtfertigen, warum er den Gürtel trägt. Hernandez war technisch versierter, schneller und hatte die härteren Hände. Cunningham präsentierte sich zäh, kam nach zwei Niederschlägen zurück in den Kampf und bot ebenfalls eine starke Leistung.

Hernandez: Schnell und schlagstark

Die erste Runde gestaltete sich noch ausgeglichen. In der zweiten Runde zeigte sich Hernandez aggressiver und landete eine schöne Kombination zum Körper, Cunningham konterte mit einer Linken. Insgesamt ging die Runde aber an den aktiveren Boxer aus Kuba. Cunningham konterte den Kubaner auch in Runde drei, aber Hernandez landete erneut Kombinationen zum Körper und zeigte sich schneller als der Amerikaner.

In der vierten Runde erwischte Hernandez seinen Kontrahenten mit einem linken Haken und Cunningham ging krachend KO. Der Amerikaner richtete sich wieder auf, taumelte, ging, nachdem der Kampf wieder freigegeben wurde, erneut zu Boden. Schließlich rettete er sich mit Ach und Krach über die Runde. Cunningham kam in der fünften Runde zurück, landete eine harte Rechte. Hernandez hatten den Kampf aber unter Kontrolle, führte klar nach Punkten.

Hernandez nahm eine Pause 

Hernandez verlegte sich auf das Verwalten seiner Führung und kassierte eine Rechte von Cunningham in der siebten Runde. Der Kampf schien noch einmal spannend zu werden. Nachdem Hernandez die ersten vier Runden im Vorwärtsgang bestimmte, war es nun Cunningham, der Druck ausüben konnte. Allerdings waren seine Versuche gegen den beweglichen, schnellen Kubaner nur selten von Erfolg gekrönt.

Spannend wurde es vor allem noch einmal in der elften Runde. Beide riskierten wieder mehr. Hernandez wirkte ein wenig müde, versuchte mit Führhand und Aufwärtshaken auf die Angriffe von Cunningham in Richtung Körper des Kubaners zu antworten. Doch Cunningham war klar, dass er nur durch einen KO-Schlag den Rückstand würde wett machen können.

In der letzten Runde ging Cunningham nun hohes Risiko, vernachlässigte seine Defensive noch mehr und wurde erneut hart getroffen. Er schleppte sich über die Zeit, somit war Hernandez der verdiente Sieger.

Michel Massing 

sportal.de / sportal

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