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Boxen: Wladimir Klitschko trifft auf Underdog Jean-Marc Mormeck

Jean-Marc Mormeck ist 17 Zentimeter kleiner, er ist 13 Kilo leichter und fünf Jahre älter als Weltmeister Wladimir Klitschko. Dennoch will Wladimir Klitschko keinen K.O. versprechen. Wir haben die fünf interessantesten Fragen zur Schwergewichts-WM zusammengetragen.

Jean-Marc Mormeck ist 17 Zentimeter kleiner als Weltmeister Wladimir Klitschko. Mormeck hat seit über einem Jahr keinen Kampf mehr bestritten, er ist 39 Jahre alt und hatte seine Karriere nach der K.O.-Niederlage gegen David Haye eigentlich schon beendet.

Was an dem Schwergewichtskampf in der Düsseldorfer Esprit Arena sonst noch bemerkenswert ist, verraten wir in den Antworten auf die fünf wichtigsten Fragen zur Schwergewichts-WM zwischen Wladimir Klitschko und dem Herausforderer Jean-Marc Mormeck.

Wer ist eigentlich dieser Jean-Marc Mormeck?

Jean-Marc Mormeck ist von Hause aus Cruisergewichtler. "The Marksman“ (Der Schütze), wie er genannt wird, gewann 2002 gegen Virgil Hill den WBA-Gürtel im Cruisergewicht und wurde 2005 zudem WBC-Champion. 2007 verlor er seine Titel gegen David Haye. Zwar hatte Mormeck Haye einmal am Boden, doch der Hayemaker triumphierte am Ende mit einer krachenden Rechten. Nach dieser K.O.-Niederlage beendete Mormeck seine Karriere. Zwei Jahre später kehrte der Franzose zurück und zwar im Schwergewicht.

Er bestritt seitdem drei Kämpfe in der Königsklasse des Boxens. Dabei gelang dem 39-jährigen Franzosen allerdings gegen keinen seiner drei Gegner ein Knock Out. Den Kampf gegen Fres Oquendo gewann er umstritten. Auch seinen letzten Kampf gegen Timur Ibragimov konnte er nur durch 2:1-Punktrichterstimmen für sich entscheiden. Danach war der Herausforderer von Wladimir Klitschko lange nicht mehr aktiv. Mormecks letzter Arbeitstag im Ring datiert aus dem Jahr 2010. Der Franzose hat also seit über einem Jahr nicht mehr geboxt.

Ist Mormeck gegen Klitschko chancenlos?

Wie bereits erwähnt wurde Mormeck 2007 in der siebten Runde von David Haye K.O. geschlagen. Zuvor hatte der Franzose bereits einen Kampf durch Knock Out verloren. 2006 schlug ihn O'Neil Bell in der zehnten Runde K.O. "The Marksman“ ging also schon zweimal in seiner Karriere gegen 90 kg-Boxer K.O. Jetzt wartet mit Wladimir Klitschko ein 111 kg-Riese auf den Franzosen. Mormeck, der 13 kg weniger wiegt, ist also nicht gerade mit besonderer Nehmerqualität ausgestattet.

Die physischen Unterschiede der beiden Boxer sind eklatant. Mormeck ist mit 1,81 cm Größe 17 cm kleiner als Wladimir Klitschko. Seine Reichweite (1,88 cm) ist um 18 cm geringer als die von Wladimir Klitschko. Es ist also ausgeschlossen, dass er aus der Distanz boxen wird. Er muss in die Halbdistanz oder in den Infight, was gegen den starken Jab von Wladimir ein schwieriges Unterfangen ist. Die Beinarbeit des Franzosen ist schwach, er ist nicht sonderlich beweglich. Ausgeschlossen also, dass er die Schnelligkeit besitzt, wie sie David Haye gezeigt hat, um Wladimir konsequent aus dem Wege zu gehen.

Sehen wir endlich wieder einen Knock Out?

Jean-Marc Mormeck hat keine Möglichkeit wegzulaufen, er ist nicht besonders schnell auf den Beinen und seine Meidbewegungen sind langsam. Er hat auch nicht die Reichweite, um auf Distanz boxen zu können. Er muss also nah an Wladimir Klitschko heran. Da er nicht gerade mit besonderer Nehmerqualität ausgestattet ist, wird es für Mormeck recht früh recht gefährlich. Je nachdem, wie sehr Wladimir auf den Fernsehpartner Rücksicht nimmt, ist mit einem K.O. in den ersten drei bis fünf Runden zu rechnen. Wir kündigen somit einen Knock Out an, Wladimir Klitschko selbst will das nicht mehr tun.

Ausgerechnet gegen Jean-Marc Mormeck änderte Wladimir Klitschko seine Außendarstellung: "Ich habe aufgehört Knockouts zu anzukündigen. Ich habe einen Knockout gegen David Haye angekündigt und mich danach schlecht gefühlt, weil ich es nicht geschafft habe, deshalb verspreche ich nur noch, das ich alles tun werde, den Kampf so klar wie möglich zu gewinnen. Die beste Methode dafür ist ein Knock Out“, so der Weltmeister zum britischem TV-Sender Sky Sports.

Warum boxt Mormeck um die WM im Schwergewicht?

Der Ausgang des Kampfes scheint relativ klar. Dennoch bleiben einige Fragen offen. Warum hat das Klitschko-Management einen so schwachen Gegner ausgesucht? Dazu muss man wissen, dass Jean-Marc Mormeck es geschafft hat, durch cleveres Agieren auf der Management-Ebene relativ hoch in den Rankings der Weltverbände vertreten zu sein. Er ist die Nummer zehn der WBA und WBO, die IBF und die weniger bedeutende IBO führen den Franzosen sogar auf Platz neun.

Wobei die Verbände in diesem Fall eine Ausnahme machen. Normalerweise werden Boxer nach über einem Jahr Inaktivität aus den Ranglisten verbannt. Klitschko-Gegner Mormeck durfte seine Positionen nur behalten, weil der Kampf ursprünglich für Dezember angekündigt war und nur aufgrund der plötzlichen Erkrankung Wladimir Klitschkos abgesagt werden musste.

Was den Kampf zudem ermöglichte, ist die Tatsache, dass die Gegnerwahl für die alles überragenden Klischko-Brüder bekanntermaßen alles andere als leicht ist. Es gibt in der unabhängigen Top-Ten aller Schwergewichtsboxer (boxrec.com) zwar fünf Boxer, die noch nicht gegen die Klitschkos gekämpft haben. Dabei sind allerdings so unerfahrene Fighter wie Tyson Fury, Robert Helenius und Kubrat Pulev. Derzeit gibt es also keine würdigen Herausforderer für die Klitschkos. Da die ukrainischen Brüder aber nicht jünger, ihre unerfahrenen möglichen Gegner dafür besser werden, deuten sich allerdings mittelfristig durchaus Kämpfe an, die interessant werden könnten.

Lohnt sich das Einschalten?

Den beherzten Marco Huck könnte man sich gegen Wladimir Klitschko zum Beispiel durchaus vorstellen. Ein gesunder Odlanier Solis könnte beiden Klitschkos einen guten Kampf liefern. Der mit dem Mund und den Beinen schnelle David Haye könnte gegen Vitali Klitschko zeigen, dass er mehr als nur ein Schaumschläger mit anfälligen kleinen Zehen ist. Und in Amerika hoffen ein wieder erstarkter Chris Arreola sowie die neue US-Hoffnung Seth Mitchell über kurz oder lang auf ihre Chance.

Das Schwergewicht scheint also langsam das Tal der Langeweile zu durchschreiten und auf dem Weg zurück zu spannenderen Kämpfen. Der Fight am Samstag gehört allerdings eher nicht dazu und ist wohl eher ein Rückschritt. Es sei denn, sie wollen endlich mal wieder einen Knock Out der Klitschkos sehen, dann schalten sie ein!

Michel Massing 

sportal.de / sportal

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