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Darts-WM im Alexandra Palace: Lewis schnappt sich wieder den WM-Titel

Die Sensation ist ausgeblieben: Adrian Lewis hat seinen WM-Titel bei der Darts-WM in London erfolgreich verteidigt. Sein Gegner Andy Hamilton hatte im Finale nie eine Chance. Lewis hat jetzt große Ziele.

Das schaffte vor ihm nur Dart-Legende Phil Taylor: Der Engländer Adrian Lewis hat in der Nacht zum Dienstag in London den WM-Titel der "Professional Darts Corporation" (PDC) verteidigt. Der 26-Jährige setzte sich in einem niveauarmen Finale deutlich mit 7:3 Sätzen gegen seinen Landsmann Andy Hamilton durch. Vor einem Jahr hatte Lewis im Endspiel Gary Anderson bezwungen. Für seinen Triumph erhält er 200.000 britische Pfund (240.000 Euro).

"Es bedeutet mir wahnsinnig viel, den Titel erneut zu gewinnen. Ich habe es noch nicht realisiert, aber ich denke das wird der Fall sein, wenn ich mit der Trophäe aufwache", sagte Lewis, der im Finale nur ganz knapp einen Neun-Darter - bei diesem perfekten Spiel werden die 501 Punkte für einen Satzgewinn mit nur neun Würfen erreicht - verpasste. Er wolle in seiner Karriere "mindestens zehnmal" Weltmeister werden, fügte der "Jackpot" genannte Lewis selbstbewusst an.

Der 15-fache Weltmeister Phil Taylor war überraschend bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Schon vergangenes Jahr hatte es der Rekordgewinner bei der PDC-WM nicht über das Viertelfinale hinaus geschafft. Die beiden deutschen Starter mussten sich ebenfalls vorzeitig verabschieden: Jyhan Artut verlor in der ersten Runde mit 2:3 gegen Gary Anderson, Kevin Münch unterlag in Runde zwei mit 2:4 gegen Steve Farmer.

Neben der Profiorganisation PDC trägt auch der Weltverband WDF jährlich ein WM-Turnier aus. Die Profis müssen sich allerdings zwischen beiden Wettbewerben entscheiden: Man kann nur bei einem Verband Mitglied sein. Während bei der Anfang der neunziger Jahre gegründeten PDC meist nur gestandene Profis eine Chance haben, beheimatet der Weltverband den gesamten Amateursport. Bei den WDF-Männern schafften bis dato die Engländer Eric Bristow und Martin Adams sowie Raymond van Barneveld aus Holland das Kunststück, ihren Titel zu verteidigen.

kbe/DPA / DPA
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