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DFL/FC Bayern: DFL-Chef Hackmann: Wir kuschen vor keinem Club

DFL-Aufsichtsraschef Hackmann: Wir kuschen vor keinem Club

Hamburg - Nach der Einigung zwischen dem FC Bayern München und der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Streit um den Geheimvertrag mit dem Kirch-Imperium sieht sich der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Werner Hackmann in seinem Kurs bestätigt. "Unsere unabhängige Geschäftsführung hat sich bewährt. Die DFL hat mit diesem Urteil an Profil gewonnen und sich Respekt verschafft", sagte Hackmann in einem Interview mit dem stern, das wegen der Osterfeiertage bereits an diesem Mittwoch erscheint. "Vor der Entscheidung hieß es immer, wir würden vor den Bayern kuschen. Wir kuschen vor keinem Club", sagte Hackmann.

Die Einigung, nach der die Münchner 2,5 Millionen Euro an die Liga zahlen und 500.000 Euro für Kinder im Irak spenden, sieht Hackmann als Erfolg der DFL an – zumal wenn man sich die ursprünglichen Erklärungen der Bayern anschaue. Hackmann zum stern: "Wir von der DFL waren uns sicher, dass wir in einem juristischen Streit gesiegt hätten. Aber wir wollten langwierige Prozesse vermeiden, die dem Fußball insgesamt geschadet hätten. Auch die Bayern wollten das nicht. Deshalb haben wir einen Kompromiss gefunden."

Zudem kündigte der DFL-Aufsichtsratschef eine neue Höchststrafe für Regelverstöße beim Lizensierungsverfahren an. Derzeit liegt sie bei 125 000 Euro. In dem stern-Interview sagte Hackmann: "250 000 Mark waren mal sehr viel Geld, vielleicht müsste man jetzt sagen: 500 000 Euro oder eine Million Euro."

Nachrichtenredaktion

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