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Elefanten-Sport: Polo in XXL

Polopferde sind klein, wendig und zäh. In Thailand wird dieser klassische Reitersport in anderen Dimensionen ausgeübt, dort prallen riesige Dickhäuter im Kampf um die Weltmeisterschaft aufeinander.

Besonderen Reiz erhielten die diesjährigen Meisterschaften in Thailand durch den sowohl zarten, wie auch energischen Auftritt des Transvestiten-Teams "Screwless Tuskers". Mit zahlreichen Ladyboys als Unterstützer angereist, kämpften sie in Pink gekleidet um Sieg und Anerkennung.

Thailand siegte

Im letzten Jahr führte noch Deutschland beim Schwergewicht des Reitsports. Damals konnte das deutsche Team das Endspiel der 3. Weltmeisterschaft gewinnen. Der Hamburger Thomas Winter und die zwei Brüder Hugo und Dirk Goetz fegten die indische Mannschaft um Angad Kalaan vom Platz. Nun wurde Deutschland entthront, aber auch die "Screwless Tuskers" schafften es nicht zu Weltmeisterwürden. Die Schlacht der Dickhäuter wurde vom Team "Mobile Easy" aus Thailand gewonnen.

So geht es

Beim Elefantenpolo stehen sechs Elefanten, sechs Spieler und sechs einheimische Elefantenführer auf dem Spielfeld. Letztere sitzen vorne auf den Elefanten mit jeweils einem Jockey dahinter. Auf einem Platz von der Größe eines Fußballfeldes jagen die Protagonisten für zwei Halbzeiten von je zehn Minuten einem kleinen weißen Ball hinter. Die Spieler sind auf den grauen Riesen festgeschnallt und müssen mit einem 2,44 Meter langen Bambusschläger ihre Tore schießen. Das Schieben der Polokugel mit dem Rüssel ist selbstverständlich verboten.

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