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Handball-Bundesliga: HSV Hamburg erhält keine Lizenz für neue Saison

Dem Handball-Bundesligisten HSV droht ein schwerer Schlag. Die Bundesliga möchte den insolvenzgefährdeten Champions-League-Sieger in der kommenden Saison nicht mitspielen lassen.

Handball-Bundesligist HSV Hamburg erhält für die kommende Saison keine Lizenz. Das entschied am Donnerstag die unabhängige Lizenzierungskommission der Handball Bundesliga (HBL). Demnach konnte der finanziell schwer angeschlagene HSV seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht nachweisen. Der Champions-League-Sieger kann innerhalb einer Woche nach Zustellung des Lizenzbescheides Beschwerde einlegen und neue Tatsachen zum Nachweis seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vortragen, wie die HBL mitteilte.

Noch im April hatte HSV-Mäzen Andreas Rudolph Lizenzprobleme vehement bestritten, ehe er am 8. April überraschend seinen Rücktritt als Präsident ankündigte. Der 59 Jahre alte Medizin-Unternehmer soll seit rund zehn Jahren etwa 25 Millionen Euro in den Verein gesteckt haben. Nach seinem Rücktritt gibt der HSV die Deckungslücke im Etat mit 2,7 Millionen Euro an, die Profis warten noch auf ihre April-Gehälter.

Trainer Martin Schwalb und die Spieler wollen auf Teile ihrer Gehälter verzichten. Die Deckungslücke könnte auf diesem Weg um etwa 1,5 Millionen Euro reduziert werden.

ivi/DPA / DPA
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